CC 79 2010
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Spanien · UNESCO Weltkulturerbe-Serie, 1. Ausgabe, Centro Histórico de Córdoba
Auflage3.915.000
Ausgabedatum03.03.2010
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis5,30 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze würdigt das historische Zentrum von Córdoba, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Motiv zeigt eine Innenansicht der Großen Moschee-Kathedrale von Córdoba sowie das Münzzeichen und die Aufschrift „ESPAÑA 2010“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine Innenansicht der Großen Moschee-Kathedrale von Córdoba. Auf der linken Seite ist das Münzzeichen eingeprägt. Unten steht das Ausgabeland mit Jahresangabe „ESPAÑA 2010“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Córdoba war bereits in römischer Zeit ein wichtiges städtisches Zentrum. Nach der islamischen Eroberung der Iberischen Halbinsel wurde die Stadt 756 Hauptstadt des unabhängigen Emirats von Córdoba und 929 des daraus hervorgegangenen Kalifats. Vor allem im 10. Jahrhundert war sie ein politisches, wirtschaftliches und geistiges Zentrum des westlichen Mittelmeerraums. Nach dem Zerfall des Kalifats wechselte Córdoba mehrfach den Herrscher, bis die Stadt 1236 von König Ferdinand III. von Kastilien erobert wurde.
Der Bau der Großen Moschee begann im späten 8. Jahrhundert unter Emir Abd ar-Rahman I. Mehrere Herrscher ließen sie in den folgenden Jahrhunderten erweitern. Kennzeichnend sind die übereinander angeordneten Hufeisen- und Rundbögen mit abwechselnd hellen und rötlichen Bogensteinen. Viele Säulen und Kapitelle stammten aus älteren römischen und westgotischen Bauten oder wurden nach antiken Vorbildern gefertigt. Zum Gebäudekomplex gehören außerdem reich ausgestattete Gebetsbereiche aus der Zeit des Kalifats.
Nach der christlichen Eroberung wurde die Moschee als Kirche geweiht. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden Kapellen und weitere christliche Einbauten. Im 16. Jahrhundert wurde inmitten der früheren Gebetshalle ein neuer Kathedralchor mit Querhaus errichtet. Auch das ehemalige Minarett wurde später von einem christlichen Glockenturm umschlossen. Dadurch vereint das Gebäude sichtbar unterschiedliche Phasen der Stadtgeschichte.
Die UNESCO nahm zunächst die Moschee-Kathedrale in die Welterbeliste auf. Später wurde das geschützte Gebiet auf große Teile der Altstadt erweitert. Dazu gehören unter anderem das frühere jüdische Viertel, der römische Brückenbereich und Straßenräume, deren Grundstruktur auf verschiedene historische Epochen zurückgeht.
Die Ausgabe eröffnete eine spanische Münzserie zu den UNESCO-Welterbestätten des Landes. Die Wahl Córdobas entsprach damit nicht nur einem einzelnen Jubiläum, sondern dem Beginn einer längerfristigen Folge, in der jährlich ein spanischer Welterbeort vorgestellt wurde.
Der Bau der Großen Moschee begann im späten 8. Jahrhundert unter Emir Abd ar-Rahman I. Mehrere Herrscher ließen sie in den folgenden Jahrhunderten erweitern. Kennzeichnend sind die übereinander angeordneten Hufeisen- und Rundbögen mit abwechselnd hellen und rötlichen Bogensteinen. Viele Säulen und Kapitelle stammten aus älteren römischen und westgotischen Bauten oder wurden nach antiken Vorbildern gefertigt. Zum Gebäudekomplex gehören außerdem reich ausgestattete Gebetsbereiche aus der Zeit des Kalifats.
Nach der christlichen Eroberung wurde die Moschee als Kirche geweiht. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden Kapellen und weitere christliche Einbauten. Im 16. Jahrhundert wurde inmitten der früheren Gebetshalle ein neuer Kathedralchor mit Querhaus errichtet. Auch das ehemalige Minarett wurde später von einem christlichen Glockenturm umschlossen. Dadurch vereint das Gebäude sichtbar unterschiedliche Phasen der Stadtgeschichte.
Die UNESCO nahm zunächst die Moschee-Kathedrale in die Welterbeliste auf. Später wurde das geschützte Gebiet auf große Teile der Altstadt erweitert. Dazu gehören unter anderem das frühere jüdische Viertel, der römische Brückenbereich und Straßenräume, deren Grundstruktur auf verschiedene historische Epochen zurückgeht.
Die Ausgabe eröffnete eine spanische Münzserie zu den UNESCO-Welterbestätten des Landes. Die Wahl Córdobas entsprach damit nicht nur einem einzelnen Jubiläum, sondern dem Beginn einer längerfristigen Folge, in der jährlich ein spanischer Welterbeort vorgestellt wurde.
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