
CC 78 2010
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU
Deutschland · Bremen, Rathaus mit Roland
Auflage241.000
Ausgabepreis12,00 €
Ausgabedatum29.01.2010
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Marktpreis78,96 €
Auflagenangabe der Quelle: 53800 | 46800
Varianten
5Deutschland, A · A · Münzzeichen A · BU · Kursmünzensatz · Auflage 53.800
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · BU · Kursmünzensatz · Auflage 46.800
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · BU · Kursmünzensatz · Auflage 46.800
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · BU · Kursmünzensatz · Auflage 46.800
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · BU · Kursmünzensatz · Auflage 46.800
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist Bremen gewidmet. Das Motiv zeigt das Bremer Rathaus mit der Rolandstatue im Vordergrund sowie den Stadtnamen „BREMEN“; darunter stehen die Initialen des Künstlers Bodo Broschat. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt das Bremer Rathaus mit der Rolandstatue im Vordergrund. Unten rechts sind der Name der Stadt „BREMEN“ und oben links das Zeichen der jeweiligen Münze eingeprägt — A, D, F, G oder J. Unter dem Motiv stehen die Initialen des Künstlers Bodo Broschat.
Auf dem äußeren Münzring sind zwischen den zwölf Sternen der Europaflagge oben das Zeichen des Ausgabestaats „D“ und unten die Jahreszahl „2010“ eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind zwischen den zwölf Sternen der Europaflagge oben das Zeichen des Ausgabestaats „D“ und unten die Jahreszahl „2010“ eingeprägt.
Hintergrund zum Thema
Die Ausgabe gehört zur deutschen 2-Euro-Serie „Bundesländer“, die 2006 begann. In dieser Reihe wird jährlich das Land berücksichtigt, das zu Beginn des jeweiligen Ausgabejahres den Vorsitz im Bundesrat innehat. Bremen stellte in der Amtsperiode 2009/2010 mit Bürgermeister Jens Böhrnsen den Bundesratspräsidenten. Die Münze verweist somit nicht auf ein Jubiläum, sondern auf Bremens Stellung als eines der 16 Länder der Bundesrepublik. Zum Land Freie Hansestadt Bremen gehören die Städte Bremen und Bremerhaven.
Das Bremer Rathaus entstand von 1405 bis 1410 als Sitz des Rates. Sein Bau brachte das politische Selbstverständnis der städtischen Bürgerschaft zum Ausdruck, die ihre Angelegenheiten gegenüber geistlichen und weltlichen Herrschaftsansprüchen zunehmend eigenständig regelte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erhielt das Gebäude unter Leitung des Baumeisters Lüder von Bentheim seine reich gegliederte Fassade im Stil der Weserrenaissance. Bis heute dient das Rathaus als Sitz des Senats und des Bürgermeisters.
Der Bremer Roland wurde 1404 errichtet. Die über fünf Meter hohe Steinfigur stellt den aus mittelalterlichen Überlieferungen bekannten Gefolgsmann Karls des Großen dar. In den Städten des Heiligen Römischen Reiches wurden Rolandfiguren zu Sinnbildern städtischer Rechte, insbesondere der Markt- und Gerichtsfreiheit. In Bremen verkörpert die Figur daher die beanspruchte Freiheit und Selbstverwaltung der Stadt. Schild und Schwert unterstreichen diesen rechtlich-politischen Gehalt.
Rathaus und Roland stehen gemeinsam auf dem Marktplatz, dem historischen Zentrum des öffentlichen Lebens. Seit 2004 gehören sie zum UNESCO-Welterbe. Ausschlaggebend war ihre außergewöhnlich geschlossene Verbindung als Zeugnis bürgerlicher Autonomie und städtischer Verfassungsentwicklung. Für die Bundesländerserie eignete sich dieses Ensemble deshalb als Hinweis auf Bremens lange Tradition als freie Stadt und auf die bis heute bestehende Eigenstaatlichkeit innerhalb des deutschen Föderalismus.
Das Bremer Rathaus entstand von 1405 bis 1410 als Sitz des Rates. Sein Bau brachte das politische Selbstverständnis der städtischen Bürgerschaft zum Ausdruck, die ihre Angelegenheiten gegenüber geistlichen und weltlichen Herrschaftsansprüchen zunehmend eigenständig regelte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erhielt das Gebäude unter Leitung des Baumeisters Lüder von Bentheim seine reich gegliederte Fassade im Stil der Weserrenaissance. Bis heute dient das Rathaus als Sitz des Senats und des Bürgermeisters.
Der Bremer Roland wurde 1404 errichtet. Die über fünf Meter hohe Steinfigur stellt den aus mittelalterlichen Überlieferungen bekannten Gefolgsmann Karls des Großen dar. In den Städten des Heiligen Römischen Reiches wurden Rolandfiguren zu Sinnbildern städtischer Rechte, insbesondere der Markt- und Gerichtsfreiheit. In Bremen verkörpert die Figur daher die beanspruchte Freiheit und Selbstverwaltung der Stadt. Schild und Schwert unterstreichen diesen rechtlich-politischen Gehalt.
Rathaus und Roland stehen gemeinsam auf dem Marktplatz, dem historischen Zentrum des öffentlichen Lebens. Seit 2004 gehören sie zum UNESCO-Welterbe. Ausschlaggebend war ihre außergewöhnlich geschlossene Verbindung als Zeugnis bürgerlicher Autonomie und städtischer Verfassungsentwicklung. Für die Bundesländerserie eignete sich dieses Ensemble deshalb als Hinweis auf Bremens lange Tradition als freie Stadt und auf die bis heute bestehende Eigenstaatlichkeit innerhalb des deutschen Föderalismus.
