Rückseite Slowakei 2009 10 Jahre WWU – Rückseite
1/2
CC 64 2009 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

2 Euro Stgl./BU

Slowakei · 10 Jahre WWU

Auflage2.493.000
Ausgabedatum01.01.2009
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Marktpreis7,90 €

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion sowie die Schaffung des Euro am 1. Januar 1999. Das gemeinsame Motiv von G. Stamatopoulos zeigt eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm in das Euro-Symbol übergeht; darunter stehen die Initialen ΓΣ. Ergänzt wird die Darstellung durch den jeweiligen Landesnamen, die Angaben „1999-2009“ und das landessprachliche Akronym der WWU sowie die zwölf Sterne der Europaflagge.

Das Motiv
Die Münze zeigt in der Mitte eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Wirtschafts- und Währungsunion entstand schrittweise aus der europäischen Zusammenarbeit in der Währungspolitik. Nach dem Ende des Systems fester Wechselkurse von Bretton Woods versuchten die Staaten der Europäischen Gemeinschaft, starke Kursschwankungen zwischen ihren Währungen zu begrenzen. Daraus gingen zunächst der Europäische Wechselkursverbund und 1979 das Europäische Währungssystem hervor. Dessen Recheneinheit ECU war ein aus mehreren europäischen Währungen zusammengesetzter Währungskorb, jedoch kein allgemeines Bargeld.

Den politischen und rechtlichen Rahmen für die Währungsunion legte der Vertrag von Maastricht. Der Übergang erfolgte in drei Stufen: Zunächst wurden Kapitalverkehr und wirtschaftspolitische Zusammenarbeit verstärkt, anschließend die nationalen Zentralbanken enger koordiniert und schließlich Wechselkurse sowie Geldpolitik vereinheitlicht. Für die Teilnahme mussten Staaten Konvergenzkriterien erfüllen. Diese betrafen Preisstabilität, öffentliche Verschuldung und Haushaltsdefizit, langfristige Zinssätze sowie die Stabilität des Wechselkurses.

Zu Beginn nahmen elf Staaten an der letzten Stufe teil. Ihre Wechselkurse wurden unwiderruflich festgelegt, und die Verantwortung für die gemeinsame Geldpolitik ging auf das Eurosystem aus Europäischer Zentralbank und nationalen Zentralbanken über. Zunächst diente die neue Währung vor allem dem bargeldlosen Zahlungsverkehr, der Buchführung und den Finanzmärkten. Banknoten und Münzen kamen erst 2002 in Umlauf; bis dahin blieben die bisherigen Währungen als nationale Untereinheiten in Gebrauch. Griechenland trat der Währungsunion 2001 bei.

Mit der gemeinsamen Währung sollten Wechselkursrisiken und Umtauschkosten im europäischen Binnenmarkt entfallen. Zugleich verband sie die teilnehmenden Staaten dauerhaft durch eine gemeinsame Geldpolitik, während Finanz- und Haushaltspolitik weitgehend in nationaler Verantwortung blieben.

Für die Münzausgabe wurde das Motiv in einer öffentlichen Online-Abstimmung ausgewählt. Die koordinierte Ausgabe machte sichtbar, dass der Euro einerseits von den einzelnen Staaten geprägt und ausgegeben wird, andererseits aber auf gemeinsamen Regeln und Institutionen beruht. Die unterschiedlichen Sprachfassungen auf den Münzen spiegeln diese Verbindung von nationaler Zuständigkeit und gemeinsamer Währungsordnung wider.

eBay-Preisanalyse

Für diese Ausgabe gibt es einen Preisverlauf aus tatsächlichen eBay-Verkäufen – mit Median, Spanne und Zahl der Verkäufe.

Preisanalyse ansehen

Teilen

Fehler melden

Was stimmt hier nicht? Auflage, Datum, Bild, Zuordnung – jede Angabe hilft.

Wird nur für die Antwort auf diese Meldung gespeichert und für nichts anderes verwendet.