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CC 589 2026 Kursmünzensatz PP

KMS PP – PP

Italien · 200. Geburtstag von Carlo Collodi (Pinocchio)

Auflage2.500
Ausgabepreis155,00 €
Ausgabedatum05.03.2026
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Auflagenangabe der Quelle: 2.500 PP

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Die Gedenkmünze würdigt den 200. Geburtstag des italienischen Schriftstellers Carlo Collodi. Er ist vor allem als Autor der Abenteuer des Pinocchio bekannt.

Hintergrund zum Thema
Carlo Collodi hieß eigentlich Carlo Lorenzini. Sein späterer Autorenname verweist auf Collodi, einen Ort in der Toskana, aus dem seine Mutter stammte. Lorenzini wurde 1826 in Florenz geboren und wuchs in wirtschaftlich einfachen Verhältnissen auf. Er besuchte kirchliche Schulen, entschied sich jedoch gegen eine geistliche Laufbahn und arbeitete unter anderem als Buchhändler, Journalist, Übersetzer und Theaterkritiker.

Seine berufliche Entwicklung war eng mit dem Risorgimento verbunden, der Bewegung für die politische Einigung Italiens. Lorenzini nahm als Freiwilliger an italienischen Unabhängigkeitskriegen teil und veröffentlichte politische sowie satirische Texte. 1848 gründete er die Zeitschrift „Il Lampione“, die nach der Niederschlagung revolutionärer Bewegungen von der Zensur verboten wurde. Nach der Entstehung des italienischen Nationalstaates beschäftigte er sich zunehmend mit Fragen der Bildung und einer gemeinsamen italienischen Sprache.

Zunächst übertrug Collodi französische Märchen ins Italienische. Danach schrieb er Schulbücher und Erzählungen für Kinder. Seine bekannteste Figur erschien ab 1881 in Fortsetzungen unter dem Titel „La storia di un burattino“ in einer Kinderzeitung. 1883 folgte eine überarbeitete Buchfassung. Die Geschichte verbindet Elemente des Volksmärchens und der Komödie mit den sozialen Verhältnissen des damaligen Italiens. Armut, Hunger, Kinderarbeit, Schulbesuch und der Wunsch nach sozialem Aufstieg bilden den Hintergrund der fantastischen Handlung.

Die Holzfigur ist anfangs eigensinnig, leichtgläubig und wiederholt Täuschungen ausgesetzt. Ihre Verwandlung in einen Menschen ist mit Lernen, Verantwortungsübernahme und Rücksicht auf andere verknüpft. Damit greift die Erzählung die pädagogischen Debatten des jungen italienischen Staates auf, ohne sich auf eine einfache moralische Lehrgeschichte zu beschränken.

Der Jubiläumsanlass bot Italien die Möglichkeit, an einen Autor zu erinnern, dessen Werk weit über die Literatur hinaus in Theater, Film, Illustration und Alltagssprache fortlebt. Zugleich verweist das Motiv auf die Entstehungszeit einer gemeinsamen nationalen Kultur nach der italienischen Einigung.

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