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Portugal · 50. Jahrestag der Revolution vom 25.04.1974
Ausgabedatum22.04.2024
Gesamtauflage515.000
EU-Maximum515.000
Editionen3
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
AufschriftEsta é a madrugada que eu esperava / Sophia de Mello Breyner Andresen / Portugal / 25. April 1974_2024 / Casa da Moeda
DesignerHenrique Cayatte
PrägestätteImprensa Nacional Casa da Moeda S.A., Lisboa
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Revolution vom 25. April 1974, die in Portugal den Übergang zur Demokratie und einen tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandel einleitete. Im Zentrum steht eine Nelke als Symbol der friedlichen Revolution, umgeben von exzentrischen Kreisen. Ergänzt wird das Motiv durch das portugiesische Wappen, die Aufschrift „Portugal“, die Jahresangabe „25. April 1974_2024“ sowie den Vers „Esta é a madrugada que eu esperava“ und den Namen der Lyrikerin Sophia de Mello Breyner Andresen.
Das Motiv
Der 25. April 1974 ist das Datum der Revolution, die den Übergang zur Demokratie in Portugal anstieß. Der Tag markiert auch den Beginn eines tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandels, der das Land europäisiert hat.
Im Zentrum des Motivs befindet sich eine Nelke, die als Symbol für die friedliche Revolution gilt und von mehreren exzentrischen Kreisen umgeben ist; diese stehen dafür, dass sich die Handlungen und Überzeugungen der Menschen zwar ändern können, aber im Wesentlichen den Grundsätzen der Revolution treu bleiben. Außen rechts verläuft der Vers „Esta é a madrugada que eu esperava“ [Das ist die Morgenröte, auf die ich gewartet habe] und der Name der Lyrikerin „Sophia de Mello Breyner Andresen“; links das nationale Wappen und daneben die Prägungen „Portugal“ und „25. April 1974_2024“, gefolgt von dem Namen des Designers und dem Münzzeichen „Casa da Moeda“, der Name der portugiesischen Münzprägeanstalt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Im Zentrum des Motivs befindet sich eine Nelke, die als Symbol für die friedliche Revolution gilt und von mehreren exzentrischen Kreisen umgeben ist; diese stehen dafür, dass sich die Handlungen und Überzeugungen der Menschen zwar ändern können, aber im Wesentlichen den Grundsätzen der Revolution treu bleiben. Außen rechts verläuft der Vers „Esta é a madrugada que eu esperava“ [Das ist die Morgenröte, auf die ich gewartet habe] und der Name der Lyrikerin „Sophia de Mello Breyner Andresen“; links das nationale Wappen und daneben die Prägungen „Portugal“ und „25. April 1974_2024“, gefolgt von dem Namen des Designers und dem Münzzeichen „Casa da Moeda“, der Name der portugiesischen Münzprägeanstalt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Portugal wurde seit den frühen 1930er-Jahren vom autoritären „Estado Novo“ regiert. Das unter António de Oliveira Salazar errichtete Regime beschränkte politische Parteien, Pressefreiheit und Gewerkschaften; Oppositionelle wurden von der Geheimpolizei verfolgt. Nach Salazars Ablösung 1968 führte Marcelo Caetano das System mit begrenzten Reformen fort. Zugleich belasteten die seit 1961 geführten Kolonialkriege in Angola, Mosambik und Portugiesisch-Guinea Staat, Gesellschaft und Streitkräfte.
Den Umsturz organisierte die „Bewegung der Streitkräfte“ (Movimento das Forças Armadas, MFA), der vor allem jüngere Offiziere angehörten. Als geheime Signale für den Beginn der Operation dienten im Radio ausgestrahlte Lieder, darunter „Grândola, Vila Morena“ von José Afonso. Militäreinheiten besetzten strategische Punkte in Lissabon. Caetano verschanzte sich in einer Kaserne und übergab schließlich die Regierungsgewalt. Obwohl die Bevölkerung aufgefordert worden war, zu Hause zu bleiben, gingen viele Menschen auf die Straßen und unterstützten die Soldaten. Nelken wurden in Gewehrläufe gesteckt und gaben dem Umsturz seinen geläufigen Namen. Der weitgehend unblutige Verlauf schloss einzelne Todesopfer nicht aus: Angehörige der politischen Polizei schossen auf Demonstranten.
Auf den Umsturz folgte eine politisch unruhige Übergangsphase, in der konservative, sozialistische und kommunistische Kräfte um die künftige Ordnung rangen. Freie Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung fanden 1975 statt; die neue Verfassung trat 1976 in Kraft. Gleichzeitig endete das portugiesische Kolonialreich in Afrika innerhalb kurzer Zeit. Hunderttausende Portugiesen kehrten aus den früheren Kolonien zurück.
Sophia de Mello Breyner Andresen war eine portugiesische Dichterin und Gegnerin der Diktatur. Die auf der Münze zitierte Zeile stammt aus ihrem Gedicht „25 de Abril“, das den politischen Neubeginn in das Bild eines erwarteten Morgens fasst.
Der Jahrestag wird in Portugal als „Dia da Liberdade“, Tag der Freiheit, begangen. Als zentraler Bezugspunkt der heutigen Staatsordnung und wegen des runden Jubiläums bot er sich als Motiv einer staatlichen Gedenkmünze an.
Den Umsturz organisierte die „Bewegung der Streitkräfte“ (Movimento das Forças Armadas, MFA), der vor allem jüngere Offiziere angehörten. Als geheime Signale für den Beginn der Operation dienten im Radio ausgestrahlte Lieder, darunter „Grândola, Vila Morena“ von José Afonso. Militäreinheiten besetzten strategische Punkte in Lissabon. Caetano verschanzte sich in einer Kaserne und übergab schließlich die Regierungsgewalt. Obwohl die Bevölkerung aufgefordert worden war, zu Hause zu bleiben, gingen viele Menschen auf die Straßen und unterstützten die Soldaten. Nelken wurden in Gewehrläufe gesteckt und gaben dem Umsturz seinen geläufigen Namen. Der weitgehend unblutige Verlauf schloss einzelne Todesopfer nicht aus: Angehörige der politischen Polizei schossen auf Demonstranten.
Auf den Umsturz folgte eine politisch unruhige Übergangsphase, in der konservative, sozialistische und kommunistische Kräfte um die künftige Ordnung rangen. Freie Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung fanden 1975 statt; die neue Verfassung trat 1976 in Kraft. Gleichzeitig endete das portugiesische Kolonialreich in Afrika innerhalb kurzer Zeit. Hunderttausende Portugiesen kehrten aus den früheren Kolonien zurück.
Sophia de Mello Breyner Andresen war eine portugiesische Dichterin und Gegnerin der Diktatur. Die auf der Münze zitierte Zeile stammt aus ihrem Gedicht „25 de Abril“, das den politischen Neubeginn in das Bild eines erwarteten Morgens fasst.
Der Jahrestag wird in Portugal als „Dia da Liberdade“, Tag der Freiheit, begangen. Als zentraler Bezugspunkt der heutigen Staatsordnung und wegen des runden Jubiläums bot er sich als Motiv einer staatlichen Gedenkmünze an.
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