Ausgabedatum22.04.2024
Gesamtauflage3.000.000
EU-Maximum3.000.000
Editionen4
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftRITA LEVI-MONTALCINI / RI / R / 2024 / SP
DesignerSilvia Petrassi
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt die Wissenschaftlerin Rita Levi-Montalcini. Das Motiv zeigt ihr Porträt nach einer Fotografie von Manuela Fabbri sowie im Hintergrund ein Mikroskop auf hufeisenförmigem Sockel, das ihr Bruder Gino Levi-Montalcini als Glücksbringer für die Verleihung des Medizin-Nobelpreises 1986 entworfen hatte. Über dem Porträt steht halbkreisförmig „RITA LEVI-MONTALCINI“.
Das Motiv
Das Motiv zeigt im Vordergrund ein Porträt von Rita Levi-Montalcini nach einer Fotografie von Manuela Fabbri. Im Hintergrund ist ein Mikroskop auf einem hufeisenförmigen Sockel zu sehen. Es stammt von einer Medaille, die Gino Levi-Montalcini, Bruder der berühmten Wissenschaftlerin, einst als Glücksbringer für die Verleihung des Medizin-Nobelpreises im Jahr 1986 entworfen hat.
Über den Porträt befindet sich halbkreisförmig der Schriftzug „RITA LEVI-MONTALCINI“, links das Kürzel „RI“ der Italienischen Republik und das Zeichen „R“ der Münzprägeanstalt Rom. Unter dem Münzmotiv ist das Ausgabejahr „2024“ zu erkennen, während rechts die Initialen der Münzgestalterin Silvia Petrassi „SP“ zu sehen sind.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Rita Levi-Montalcini wurde 1909 in Turin in eine jüdische Familie geboren und studierte dort Medizin. Nach dem Studienabschluss arbeitete sie zunächst in der neurologischen und psychiatrischen Forschung. Die antisemitischen Rassengesetze des faschistischen Italien schlossen jüdische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ab 1938 von staatlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus. Levi-Montalcini setzte ihre Untersuchungen deshalb unter eingeschränkten Bedingungen in einem privaten Labor fort. Während des Zweiten Weltkriegs lebte sie zeitweise unter falscher Identität in Florenz.
Nach Kriegsende nahm sie ihre akademische Tätigkeit wieder auf. 1947 ging sie an die Washington University in St. Louis, wo sie die Entwicklung des Nervensystems anhand von Hühnerembryonen untersuchte. Im Mittelpunkt stand die Frage, wodurch Wachstum, Ausbildung und Überleben von Nervenzellen gesteuert werden. Aus diesen Arbeiten ging die Erforschung des Nervenwachstumsfaktors, des sogenannten Nerve Growth Factor (NGF), hervor. Dieses Protein wirkt als Signalstoff und beeinflusst bestimmte Nervenzellen während ihrer Entwicklung und Erhaltung.
Den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt Levi-Montalcini gemeinsam mit dem Biochemiker Stanley Cohen. Ausgezeichnet wurden ihre Entdeckungen von Wachstumsfaktoren. Die Forschung trug dazu bei, molekulare Steuerungsmechanismen des Zellwachstums und der Zelldifferenzierung zu erklären und wirkte weit über die Neurobiologie hinaus.
Levi-Montalcini arbeitete sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Italien und war am Aufbau neurologischer und zellbiologischer Forschungseinrichtungen in Rom beteiligt. 2001 ernannte der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi sie zur Senatorin auf Lebenszeit. In dieser Funktion gehörte sie bis zu ihrem Tod 2012 dem italienischen Senat an.
Die Münzausgabe knüpft somit nicht nur an ihre naturwissenschaftliche Arbeit an, sondern auch an eine italienische Biografie, die von der Ausgrenzung während des Faschismus, internationaler Forschung und späterem öffentlichem Engagement geprägt war. Ein bestimmtes rundes Jubiläum wird als Ausgabegrund nicht genannt.
- Auflage
- 2.976.556
- Marktpreis
- 3,70 €
- Randschrift
- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
bfr./BU
2.976.556
PP
9.722
Coincard
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KMS
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