CC 521 2024
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Italien · 250. Jahrestag der Gründung des Korps der Guardia di finanza
Auflage4.000
Ausgabepreis100,00 €
Ausgabedatum12.03.2024
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)114,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 250. Jahrestag der Gründung der Guardia di Finanza im Jahr 1774. Im Zentrum steht ihr stilisiertes heraldisches Emblem mit Bergen, Meer und Himmel als Einsatzgebieten, einem Greif als Wächter über eine Schatztruhe sowie einer Turmkrone. Ergänzt wird das Motiv durch den Schriftzug „GUARDIA DI FINANZA“, das Kürzel „RI“ und die Jahreszahlen „1774“ und „2024“.
Das Motiv
Das Motiv zeigt mittig das stilisierte heraldische Emblem der Guardia di Finanza. Es steht für die Idee der Sicherheit und zeichnet eine Vision der künftigen Rolle der Guardia di Finanza unter Würdigung der Vergangenheit, indem es eine Verbindung zu den kommenden Jahren und den anstehenden Herausforderungen herstellt. Das Emblem beinhaltet verschiedene Elemente: Berge, Meer und Himmel als Umgebungen, in denen die Guardia di Finanza operiert, den Greif als mythologisches Tier, das der Legende nach über den Staatsschatz – dargestellt als Schatztruhe – wacht, und die Turmkrone. Oberhalb ist halbkreisförmig der Schriftzug „GUARDIA DI FINANZA“ zu sehen. Unter dem Motiv sind das Kürzel „RI“ der Italienischen Republik und die Jahreszahlen „1774“ und „2024“ für das Gründungsjahr der Guardia di Finanza bzw. das Ausgabejahr der Münze zu erkennen. Rechter Hand befinden sich die Zeichen „R“ für die Münze Rom und „AV“ für die Initialen des Designers Antonio Vecchio.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Guardia di Finanza geht auf eine militärische Einheit des Königreichs Sardinien-Piemont zurück. König Viktor Amadeus III. ließ die „Legione Truppe Leggere“ aufstellen, deren Aufgaben sowohl in der Grenzüberwachung und der Bekämpfung des Schmuggels als auch im militärischen Einsatz lagen. Ein italienischer Nationalstaat bestand damals noch nicht. Die Entstehung der Einheit ist daher in die Geschichte der norditalienischen Staaten vor der Einigung Italiens einzuordnen.
Nach der Gründung des Königreichs Italien wurden die für Zoll- und Grenzaufgaben zuständigen Verbände neu organisiert. 1862 entstand das „Corpo delle Guardie Doganali“. Seit 1881 trug es die Bezeichnung „Corpo della Regia Guardia di Finanza“. Damit trat neben den klassischen Zollaufgaben die Überwachung staatlicher Einnahmen stärker hervor. Nach dem Ende der Monarchie entfiel der Zusatz „Regia“.
Heute ist die Guardia di Finanza eine militärisch organisierte Polizeitruppe, die dem italienischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen untersteht. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst Steuer- und Zollverstöße, Schmuggel, Geldwäsche, Fälschungsdelikte, organisierte Wirtschaftskriminalität sowie den rechtswidrigen Umgang mit öffentlichen und europäischen Geldern. Sie führt außerdem Einsätze auf See durch und wirkt bei der Kontrolle der italienischen Küsten und Seegrenzen mit. Anders als eine reine Steuerbehörde besitzt sie polizeiliche Ermittlungsbefugnisse; zugleich unterscheidet sie sich durch ihre Spezialisierung auf Wirtschafts- und Finanzdelikte von anderen italienischen Polizeikräften.
Die Wahl des Jubiläums als Münzanlass verweist auf die lange institutionelle Kontinuität von der vormodernen Grenztruppe bis zur heutigen Finanzpolizei. Zugleich berühren ihre Aufgaben zentrale staatliche Bereiche: die Sicherung von Einnahmen, den Schutz des legalen Wirtschaftsverkehrs und die Verfolgung von Finanzkriminalität. Ein runder Gründungsjahrestag bot Italien daher Anlass, eine staatliche Institution darzustellen, deren Entwicklung eng mit der Entstehung und Verwaltung des italienischen Staates verbunden ist.
Nach der Gründung des Königreichs Italien wurden die für Zoll- und Grenzaufgaben zuständigen Verbände neu organisiert. 1862 entstand das „Corpo delle Guardie Doganali“. Seit 1881 trug es die Bezeichnung „Corpo della Regia Guardia di Finanza“. Damit trat neben den klassischen Zollaufgaben die Überwachung staatlicher Einnahmen stärker hervor. Nach dem Ende der Monarchie entfiel der Zusatz „Regia“.
Heute ist die Guardia di Finanza eine militärisch organisierte Polizeitruppe, die dem italienischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen untersteht. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst Steuer- und Zollverstöße, Schmuggel, Geldwäsche, Fälschungsdelikte, organisierte Wirtschaftskriminalität sowie den rechtswidrigen Umgang mit öffentlichen und europäischen Geldern. Sie führt außerdem Einsätze auf See durch und wirkt bei der Kontrolle der italienischen Küsten und Seegrenzen mit. Anders als eine reine Steuerbehörde besitzt sie polizeiliche Ermittlungsbefugnisse; zugleich unterscheidet sie sich durch ihre Spezialisierung auf Wirtschafts- und Finanzdelikte von anderen italienischen Polizeikräften.
Die Wahl des Jubiläums als Münzanlass verweist auf die lange institutionelle Kontinuität von der vormodernen Grenztruppe bis zur heutigen Finanzpolizei. Zugleich berühren ihre Aufgaben zentrale staatliche Bereiche: die Sicherung von Einnahmen, den Schutz des legalen Wirtschaftsverkehrs und die Verfolgung von Finanzkriminalität. Ein runder Gründungsjahrestag bot Italien daher Anlass, eine staatliche Institution darzustellen, deren Entwicklung eng mit der Entstehung und Verwaltung des italienischen Staates verbunden ist.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie die beiden 2-€-Gedenkmünzen 2024 "250. Jahrestag der Gründung des Korps der Guardia di finanza" und "Nobelpreisträgerin Rita Levi-Montalcini", Nennwert: 7,88 €.



