Übersicht Luxemburg 2024 100. Jahrestag der Einführung der Franc-Münzen mit dem Feierstëppler – Übersicht
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CC 517 2024 Kursmünzensatz Stgl./BU Münzzeichen Rabe und Merkurstab, Fototechnik

KMS BU

Luxemburg · 100. Jahrestag der Einführung der Franc-Münzen mit dem Feierstëppler

Auflage2.500
Ausgabepreis40,00 €
Ausgabedatum29.01.2024
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)149,00 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an das 100. Jubiläum der Unterzeichnung des Großherzoglichen Erlasses zur Ausgabe der „Feierstëppler“-Scheidemünze aus Nickel durch Großherzogin Charlotte. Im Zentrum ist die luxemburgische Münze von 1924 mit dem Motiv eines Stahlarbeiters dargestellt; sie bildet die zweite Null der Jubiläumszahl „100“. Ergänzt wird das Motiv durch die Aufschriften „LËTZEBUERG“ und „FEIERSTËPPLER“ sowie das gekrönte Monogramm Großherzog Henris. Der „Feierstëppler“ gehörte zu den am längsten umlaufenden Münzen in Luxemburgischen Franken.

Das Motiv
Das Münzbild zeigt in der Mitte eine Darstellung der luxemburgischen Münze aus dem Jahr 1924 mit dem Motiv eines Stahlarbeiters. Sie bildet die zweite Null in der Zahl „100“, die für das Jubiläum der Erstausgabe dieser Münze steht. Von allen Münzen in Luxemburgischen Franken war sie mit am längsten in Umlauf. Der Name des Ausgabestaates „LËTZEBUERG“ und die Jahreszahl „2024“ zieren den oberen Rand des Münzbilds. Unter der Jubiläumszahl ist das Wort „FEIERSTËPPLER“ zu lesen, die gebräuchliche und weithin populäre Bezeichnung der Münze. Das Monogramm (Buchstabe „H“ mit einer Krone) steht für Großherzog Henri. Da die Prägeanstalt noch nicht bekannt ist, können die Münzzeichen im abgebildeten Platzhalter noch angepasst werden.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Großherzogin Charlotte regierte Luxemburg von 1919 bis 1964. Sie übernahm den Thron nach der Abdankung ihrer Schwester Marie-Adelheid, die nach dem Ersten Weltkrieg innenpolitisch unter Druck geraten war. Charlottes frühe Regierungsjahre fielen in eine Phase der politischen und wirtschaftlichen Neuordnung. 1921 war die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion gegründet worden; der luxemburgische Franken war eng mit dem belgischen Franken verbunden.

Der „Feierstëppler“ war ein Ein-Franken-Stück. Als Scheidemünze beruhte sein Nennwert nicht auf dem Metallwert, sondern auf der staatlichen Festlegung. Solche Münzen dienten vor allem dem alltäglichen Zahlungsverkehr. Nickel war dafür wegen seiner Härte und Verschleißfestigkeit geeignet. Der großherzogliche Erlass bildete die rechtliche Grundlage für die Prägung und Ausgabe.

Die volkstümliche Bezeichnung ist luxemburgisch und bezieht sich auf den Arbeiter mit seiner langen Stange. Gemeint ist sinngemäß jemand, der im Feuer stochert beziehungsweise an einem Ofen arbeitet. Das Motiv verweist damit unmittelbar auf die Eisen- und Stahlproduktion. Seit dem späten 19. Jahrhundert hatten Erzabbau, Hochöfen und Stahlwerke vor allem den Süden Luxemburgs grundlegend verändert. Die dort vorkommende „Minette“, ein eisenhaltiges Gestein, bildete die Rohstoffbasis dieser Industrialisierung. Stahl wurde zu einem zentralen Exportgut; zugleich entstanden neue Industriestädte und eine große Arbeiterschaft, zu der auch zahlreiche Zuwanderer gehörten.

Die Darstellung eines Industriearbeiters unterschied sich von den lange üblichen Münzbildern mit Herrscherporträts, Wappen oder allegorischen Figuren. Sie machte körperliche Arbeit und die industrielle Wirtschaftsordnung zum staatlichen Bildmotiv. Der umgangssprachliche Name zeigt zudem, dass die Bevölkerung die Münze weniger über ihre amtliche Bezeichnung als über ihre Darstellung identifizierte.

Für die Gedenkausgabe bot sich der Anlass daher nicht nur als numismatisches Jubiläum an. Das historische Geldstück verbindet die Geschichte des luxemburgischen Frankens mit der industriellen Entwicklung des Landes. Die Wiedergabe einer älteren Münze auf einer heutigen Euromünze stellt zugleich einen Bezug zwischen zwei Währungsepochen her.

Wissenswertes

LUXEMBURG - Dieser KMS ist in zwei Varianten erhältlich. Er enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro und
- entweder die 2-€-Gedenkmünze "175. Jahrestag des Todes von Großherzog Guillaume II" (CC516), Auflage 2.500
- oder die 2-€-Gedenkmünze "100. Jahrestag der Einführung der Franc-Münzen mit dem Feierstëppler" (CC517), Auflage 2.500
(Nennwert: 5,88 €).

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