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Andorra · 30. Jahrestag des Beitritts Andorras zur UNO
Ausgabedatum27.11.2023
Gesamtauflage70.000
EU-Maximum70.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Aufschrift30 / ANYS / 2023 / ANDORRA MEMBRE DE LES NACIONS UNIDES
DesignerJoaquin Jimenez
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 30. Jahrestag des Beitritts des Fürstentums Andorra zu den Vereinten Nationen. Das Motiv zeigt zwei Lorbeerzweige und eine Weltkugel, die als stilisierte Null in die Jubiläumszahl „30“ eingebunden ist. Darunter stehen „ANYS“ und „2023“, darüber das Wappen Andorras sowie der Schriftzug „ANDORRA MEMBRE DE LES NACIONS UNIDES“.
Das Motiv
Die Vereinten Nationen werden durch zwei Gestaltungselemente symbolisiert: zwei Lorbeerzweige und eine Weltkugel als stilisierte Null in der Jubiläumszahl „30“. Unterhalb dieses Motivs befinden sich das Wort ANYS (Jahre) und die Jahreszahl 2023. Oberhalb des Motivs sind das Wappen Andorras und der Schriftzug „ANDORRA MEMBRE DE LES NACIONS UNIDES“ (Andorra – Mitglied der Vereinten Nationen) zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Andorras Aufnahme in die Vereinten Nationen am 28. Juli 1993 stand in engem Zusammenhang mit der staatlichen Neuordnung des Landes. Über Jahrhunderte war Andorra als Kofürstentum organisiert. Staatsoberhäupter waren und sind der Bischof von Urgell und das französische Staatsoberhaupt. Viele politische Strukturen beruhten lange auf historischen Gewohnheitsrechten und überlieferten Vereinbarungen, während die außenpolitische Handlungsfähigkeit nur begrenzt ausgebaut war.
1993 nahm die Bevölkerung in einem Referendum erstmals eine geschriebene Verfassung an. Diese erklärte Andorra zu einem unabhängigen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat und legte die parlamentarische Ordnung sowie die Aufgaben der Kofürsten, des Parlaments und der Regierung fest. Zugleich stellte sie klar, dass die staatliche Souveränität beim andorranischen Volk liegt. Damit erhielt das Land die verfassungsrechtliche Grundlage, um eigenständig internationale Beziehungen zu unterhalten und internationalen Organisationen beizutreten.
Nach einer Empfehlung des Sicherheitsrats beschloss die Generalversammlung die Aufnahme Andorras ohne Gegenstimme. Das Fürstentum wurde dadurch das 184. Mitglied der Vereinten Nationen. Bei der Aufnahmezeremonie wurde auch Katalanisch verwendet. Für Andorra hatte dies zusätzliches Gewicht, weil Katalanisch die Amtssprache des Landes ist, in internationalen Organisationen jedoch nur selten als Staatssprache auftritt.
Die Mitgliedschaft eröffnete Andorra die Beteiligung an der Generalversammlung und an der Arbeit der UN-Organisationen. Dazu gehören unter anderem Fragen des Völkerrechts, der Menschenrechte, der nachhaltigen Entwicklung und der internationalen Zusammenarbeit. Für einen Kleinstaat bietet die Organisation zudem ein Forum, in dem jedes Mitglied in der Generalversammlung grundsätzlich über eine Stimme verfügt.
Das Jubiläum wurde für eine Münzausgabe gewählt, weil der Beitritt den Übergang Andorras zu einem international umfassend anerkannten und außenpolitisch selbstständig auftretenden Verfassungsstaat markiert. Er gehört damit unmittelbar zu den politischen Folgen der Verfassungsreform von 1993.
1993 nahm die Bevölkerung in einem Referendum erstmals eine geschriebene Verfassung an. Diese erklärte Andorra zu einem unabhängigen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat und legte die parlamentarische Ordnung sowie die Aufgaben der Kofürsten, des Parlaments und der Regierung fest. Zugleich stellte sie klar, dass die staatliche Souveränität beim andorranischen Volk liegt. Damit erhielt das Land die verfassungsrechtliche Grundlage, um eigenständig internationale Beziehungen zu unterhalten und internationalen Organisationen beizutreten.
Nach einer Empfehlung des Sicherheitsrats beschloss die Generalversammlung die Aufnahme Andorras ohne Gegenstimme. Das Fürstentum wurde dadurch das 184. Mitglied der Vereinten Nationen. Bei der Aufnahmezeremonie wurde auch Katalanisch verwendet. Für Andorra hatte dies zusätzliches Gewicht, weil Katalanisch die Amtssprache des Landes ist, in internationalen Organisationen jedoch nur selten als Staatssprache auftritt.
Die Mitgliedschaft eröffnete Andorra die Beteiligung an der Generalversammlung und an der Arbeit der UN-Organisationen. Dazu gehören unter anderem Fragen des Völkerrechts, der Menschenrechte, der nachhaltigen Entwicklung und der internationalen Zusammenarbeit. Für einen Kleinstaat bietet die Organisation zudem ein Forum, in dem jedes Mitglied in der Generalversammlung grundsätzlich über eine Stimme verfügt.
Das Jubiläum wurde für eine Münzausgabe gewählt, weil der Beitritt den Übergang Andorras zu einem international umfassend anerkannten und außenpolitisch selbstständig auftretenden Verfassungsstaat markiert. Er gehört damit unmittelbar zu den politischen Folgen der Verfassungsreform von 1993.
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- 70.000
- Marktpreis
- 21,90 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
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70.000
Offizielle Ausgabepreise
2023 · Coincard: 14,50 €
Ergänzende Informationen
In den Umlaufmünzensätzen Andorras ist diese Gedenkmünze nicht enthalten.
