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Vorderseite

Portugal · 60. Jahrestag Menschenrechte
Ausgabedatum18.09.2008
Gesamtauflage1.016.261
EU-Maximum1.035.000
Editionen3
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
AufschriftPORTUGAL / 2008 / 60 ANOS DA DECLARAÇÃO UNIVERSAL DOS DIREITOS HUMANOS / Esc. J. Duarte INCM
DesignerJoão Duarte
PrägestätteImprensa Nacional Casa da Moeda S.A., Lisboa
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 60. Jahrestag der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das Motiv zeigt das portugiesische Wappen über der Aufschrift „PORTUGAL“ und der Jahreszahl „2008“ sowie in der unteren Hälfte eine geometrische Darstellung. Entlang des unteren Randes steht „60 ANOS DA DECLARAÇÃO UNIVERSAL DOS DIREITOS HUMANOS“, auf dem äußeren Ring sind die zwölf Sterne der Europaflagge abgebildet.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt mittig am oberen Rand das portugiesische Wappen, darunter den Namen des Ausgabestaates („PORTUGAL“) und darunter die Jahreszahl „2008“. Die untere Hälfte des Münzinneren wird von einer geometrischen Darstellung ausgefüllt. Über eine Länge von zwei Dritteln des unteren Rands des Münzinneren verläuft der Text „60 ANOS DA DECLARAÇÃO UNIVERSAL DOS DIREITOS HUMANOS“ gefolgt von „Esc. J. Duarte INCM“ in sehr kleinen Schriftzeichen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte entstand als Reaktion auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik sowie die massenhafte Entrechtung von Menschen. Sie sollte Grundsätze formulieren, die unabhängig von Staatsangehörigkeit, Herkunft, Geschlecht, Religion oder politischer Überzeugung für alle Menschen gelten. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen nahm sie am 10. Dezember 1948 in Paris an.
An der Ausarbeitung waren Vertreter unterschiedlicher Staaten und Rechtstraditionen beteiligt. Den Vorsitz der zuständigen UN-Menschenrechtskommission führte Eleanor Roosevelt, die Witwe des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Zu den weiteren prägenden Beteiligten gehörten unter anderem der französische Jurist René Cassin, der kanadische Jurist John Peters Humphrey, der chinesische Diplomat Peng-chun Chang und der libanesische Philosoph und Diplomat Charles Malik. Der Text war damit nicht das Werk einer einzelnen Person.
Die Erklärung umfasst 30 Artikel. Sie nennt neben dem Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit unter anderem das Verbot von Sklaverei und Folter, die Gleichheit vor dem Gesetz, Religions- und Meinungsfreiheit sowie politische, soziale und wirtschaftliche Rechte. Dazu zählen die Rechte auf Arbeit, Bildung und soziale Sicherheit. Die Erklärung ist selbst kein völkerrechtlicher Vertrag. Sie wurde jedoch zum Bezugspunkt für spätere verbindliche Menschenrechtsabkommen, nationale Verfassungen und internationale Gerichte.
Für Portugal besitzt das Thema auch einen innenpolitischen Bezug. Nach dem Ende der autoritären Diktatur durch die Nelkenrevolution von 1974 wurde der Schutz von Grundrechten zu einem Kernelement der demokratischen Ordnung. Die portugiesische Verfassung von 1976 enthält einen ausführlichen Katalog persönlicher, politischer, wirtschaftlicher und sozialer Rechte.
Der runde Jahrestag wurde 2008 weltweit durch die Vereinten Nationen und zahlreiche Staaten aufgegriffen. Die Münzausgabe ordnete Portugal in dieses internationale Gedenken ein und verband ein globales Menschenrechtsdokument mit der eigenen demokratischen Entwicklung.
An der Ausarbeitung waren Vertreter unterschiedlicher Staaten und Rechtstraditionen beteiligt. Den Vorsitz der zuständigen UN-Menschenrechtskommission führte Eleanor Roosevelt, die Witwe des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Zu den weiteren prägenden Beteiligten gehörten unter anderem der französische Jurist René Cassin, der kanadische Jurist John Peters Humphrey, der chinesische Diplomat Peng-chun Chang und der libanesische Philosoph und Diplomat Charles Malik. Der Text war damit nicht das Werk einer einzelnen Person.
Die Erklärung umfasst 30 Artikel. Sie nennt neben dem Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit unter anderem das Verbot von Sklaverei und Folter, die Gleichheit vor dem Gesetz, Religions- und Meinungsfreiheit sowie politische, soziale und wirtschaftliche Rechte. Dazu zählen die Rechte auf Arbeit, Bildung und soziale Sicherheit. Die Erklärung ist selbst kein völkerrechtlicher Vertrag. Sie wurde jedoch zum Bezugspunkt für spätere verbindliche Menschenrechtsabkommen, nationale Verfassungen und internationale Gerichte.
Für Portugal besitzt das Thema auch einen innenpolitischen Bezug. Nach dem Ende der autoritären Diktatur durch die Nelkenrevolution von 1974 wurde der Schutz von Grundrechten zu einem Kernelement der demokratischen Ordnung. Die portugiesische Verfassung von 1976 enthält einen ausführlichen Katalog persönlicher, politischer, wirtschaftlicher und sozialer Rechte.
Der runde Jahrestag wurde 2008 weltweit durch die Vereinten Nationen und zahlreiche Staaten aufgegriffen. Die Münzausgabe ordnete Portugal in dieses internationale Gedenken ein und verband ein globales Menschenrechtsdokument mit der eigenen demokratischen Entwicklung.
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2008 · Coincard: 9,00 €
2008 · Blister PP: 16,00 €
Ergänzende Informationen
Die normale Kursmünze 2008 wurde dieses Jahr nicht geprägt.




