Ausgabedatum01.07.2022
Gesamtauflage3.520.000
EU-Maximum3.500.000
Editionen3
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftRF / 1987-2022 / ERASMUS / PROGRAMME
DesignerJoaquin Jimenez
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt das 35-jährige Bestehen des Erasmus-Programms. Das Motiv verbindet eine bekannte Darstellung von Erasmus als intellektuellem Impulsgeber mit einem Netz aus Verbindungen, das den vielfältigen Austausch zwischen europäischen Studierenden versinnbildlicht. Einige Verbindungen formen Sterne, aus denen die Jubiläumszahl 35 hervorgeht; bei der luxemburgischen Ausgabe ist zusätzlich im Hintergrund ein Bildnis des Großherzogs zu erkennen.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt eine Mischung aus zwei Hauptelementen des Erasmus-Programms: der ursprünglichen intellektuellen Inspiration, Erasmus selbst, und der Allegorie seines Einflusses auf Europa. Das Erste wird durch eine der bekanntesten Darstellungen von Erasmus symbolisiert. Das Zweite durch einen Strahl von Verbindungen, die von einem Leuchtfeuer zum anderen über die Münze gehen und den vielfältigen intellektuellen und menschlichen Austausch zwischen den europäischen Studentinnen und Studenten darstellen. In Bezug auf Europa bilden einige dieser Verbindungen Sterne, die aus den Synergien zwischen den Ländern hervorgehen. Die Jubiläumszahl 35 kommt in einem zeitgemäßen grafischen Stil aus den Sternen hervor. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Desiderius Erasmus von Rotterdam wurde vermutlich 1466 geboren und starb 1536 in Basel. Er war Theologe, Philologe und einer der bekanntesten Vertreter des Renaissancehumanismus. Erasmus lebte und arbeitete in mehreren europäischen Städten, darunter Paris, Löwen, Cambridge, Freiburg und Basel. Gelehrte verständigten sich damals über Grenzen hinweg vor allem auf Latein; auch Erasmus unterhielt ein weitgespanntes Korrespondenznetz. Zu seinen Schriften zählt die Satire „Lob der Torheit“. Zudem veröffentlichte er eine griechisch-lateinische Ausgabe des Neuen Testaments und setzte sich mit Fragen der Bildung, der Religion und des kirchlichen Lebens auseinander. Diese grenzüberschreitende Biografie erklärt, weshalb sein Name für ein europäisches Austauschprogramm gewählt wurde.
„ERASMUS“ ist zugleich ein Akronym für „European Region Action Scheme for the Mobility of University Students“. Das Programm wurde 1987 von der damaligen Europäischen Gemeinschaft eingerichtet. Es sollte Studierenden ermöglichen, einen anerkannten Teil ihres Studiums in einem anderen europäischen Land zu absolvieren. Neben finanziellen Zuschüssen waren dafür Abkommen zwischen Hochschulen sowie Verfahren zur Anerkennung ausländischer Studienleistungen erforderlich. Dadurch entstanden dauerhafte Partnerschaften zwischen Universitäten.
Im Laufe der Zeit wurde der Austausch auf weitere Länder und Teilnehmergruppen ausgeweitet. Seit 2014 ist er Teil von Erasmus+. Dieses Programm umfasst neben Hochschulaufenthalten unter anderem berufliche Bildung, Schulbildung, Erwachsenenbildung, Jugendprojekte und Sport. Gefördert werden nicht nur Lernende, sondern beispielsweise auch Lehrkräfte, Auszubildende und Hochschulpersonal.
Das Jubiläum bot sich für eine gemeinsame Ausgabe mehrerer Eurostaaten an, weil Erasmus nicht auf die Geschichte eines einzelnen Landes bezogen ist. Das Programm steht für eine Form europäischer Zusammenarbeit, die unmittelbar im Bildungs- und Berufsalltag erfahrbar wird. Die Wahl eines gemeinsamen Münzmotivs verweist zugleich darauf, dass Studienmobilität auf abgestimmten Regeln und der Zusammenarbeit zahlreicher nationaler Einrichtungen beruht. Der konkrete Entwurf ging aus einem Wettbewerb hervor und wurde anschließend in einer unionsweiten Internetabstimmung ausgewählt.
- Auflage
- 3.500.000
- Marktpreis
- 4,90 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
bfr./BU
3.500.000
PP
10.000
Blister
10.000