
CC 44 2008
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Slowenien · 500. Geburtstag von Primož Trubar
Auflage40.000
Ausgabepreis5,00 €
Ausgabedatum26.05.2008
VerpackungKapsel
RandschriftSLOVENIJA •
Marktpreis16,50 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 500. Geburtstag von Primož Trubar. Das Motiv zeigt sein Porträt im Linksprofil, umgeben von seinem Namen, den Lebensdaten „1508–1586“ sowie dem Schriftzug „SLOVENIJA 2008“; auf dem äußeren Ring befinden sich die zwölf Sterne der Europaflagge.
Das Motiv
Die Münze zeigt ein Portrait von Primož Trubar im Linksprofil. Am linken Rand des Münzinneren sind in zwei ineinander gelegten Halbkreisen der Name „PRIMOŽ TRUBAR“ und die Jahreszahlen „1508-1586“ eingeprägt. Am unteren rechten Rand steht im Halbkreis der Schriftzug „SLOVENIJA 2008“.
Auf dem äußeren Ring der Münze sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Ring der Münze sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Primož Trubar war ein Geistlicher, Schriftsteller und Vertreter der Reformation. Er stammte aus dem Herzogtum Krain, einem habsburgischen Territorium, dessen Bevölkerung unterschiedliche slowenische Dialekte sprach. Einen slowenischen Staat gab es damals nicht; in Kirche, Verwaltung und gelehrter Literatur wurden vor allem Latein und Deutsch verwendet.
Trubar wurde zunächst katholischer Priester, wandte sich jedoch unter dem Einfluss reformatorischer Ideen dem Luthertum zu. Ein Grundgedanke der Reformation war, dass Gläubige religiöse Texte in ihrer eigenen Sprache lesen und verstehen sollten. Wegen seiner Lehre geriet Trubar mit den habsburgischen Behörden in Konflikt und verbrachte einen großen Teil seines Lebens im Exil in deutschen Territorien. Zeitweise kehrte er nach Krain zurück und wirkte dort an der Organisation einer protestantischen Kirche mit, wurde aber erneut ausgewiesen.
Mit dem „Catechismus“ und dem „Abecedarium“ veröffentlichte Trubar 1550 die ersten gedruckten Bücher in slowenischer Sprache. Das „Abecedarium“ diente dem Lesenlernen, während der Katechismus Grundlagen des protestantischen Glaubens vermittelte. Später übersetzte Trubar auch das Neue Testament ins Slowenische und verfasste weitere religiöse Schriften. Für diese Arbeiten musste er aus verschiedenen Dialekten eine überregional verständliche Schriftsprache entwickeln. Seine Sprache beruhte vor allem auf dem Dialektraum seiner Heimat und wurde durch Merkmale der Sprache Ljubljanas ergänzt.
Trubars Tätigkeit war zunächst religiös motiviert, hatte aber langfristig sprach- und kulturgeschichtliche Folgen. Seine Bücher schufen eine Grundlage für die slowenische Schrift- und Literatursprache. Damit wurde er zu einer Bezugsperson für die spätere Herausbildung eines slowenischen Kultur- und Nationalbewusstseins.
Das Jubiläum bot Slowenien daher Anlass, nicht nur an einen Reformator, sondern auch an den Beginn des slowenischen Buchdrucks und der slowenischsprachigen Literatur zu erinnern. Trubar gehört zudem bereits zu den auf slowenischen Euromünzen dargestellten Persönlichkeiten: Sein Bildnis befindet sich auf der regulären 1-Euro-Münze des Landes.
Trubar wurde zunächst katholischer Priester, wandte sich jedoch unter dem Einfluss reformatorischer Ideen dem Luthertum zu. Ein Grundgedanke der Reformation war, dass Gläubige religiöse Texte in ihrer eigenen Sprache lesen und verstehen sollten. Wegen seiner Lehre geriet Trubar mit den habsburgischen Behörden in Konflikt und verbrachte einen großen Teil seines Lebens im Exil in deutschen Territorien. Zeitweise kehrte er nach Krain zurück und wirkte dort an der Organisation einer protestantischen Kirche mit, wurde aber erneut ausgewiesen.
Mit dem „Catechismus“ und dem „Abecedarium“ veröffentlichte Trubar 1550 die ersten gedruckten Bücher in slowenischer Sprache. Das „Abecedarium“ diente dem Lesenlernen, während der Katechismus Grundlagen des protestantischen Glaubens vermittelte. Später übersetzte Trubar auch das Neue Testament ins Slowenische und verfasste weitere religiöse Schriften. Für diese Arbeiten musste er aus verschiedenen Dialekten eine überregional verständliche Schriftsprache entwickeln. Seine Sprache beruhte vor allem auf dem Dialektraum seiner Heimat und wurde durch Merkmale der Sprache Ljubljanas ergänzt.
Trubars Tätigkeit war zunächst religiös motiviert, hatte aber langfristig sprach- und kulturgeschichtliche Folgen. Seine Bücher schufen eine Grundlage für die slowenische Schrift- und Literatursprache. Damit wurde er zu einer Bezugsperson für die spätere Herausbildung eines slowenischen Kultur- und Nationalbewusstseins.
Das Jubiläum bot Slowenien daher Anlass, nicht nur an einen Reformator, sondern auch an den Beginn des slowenischen Buchdrucks und der slowenischsprachigen Literatur zu erinnern. Trubar gehört zudem bereits zu den auf slowenischen Euromünzen dargestellten Persönlichkeiten: Sein Bildnis befindet sich auf der regulären 1-Euro-Münze des Landes.
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