CC 439 2022
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Stgl./BU
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Litauen · 100 Jahre Basketball in Litauen
Auflage7.500
Ausgabepreis9,00 €
Ausgabedatum21.04.2022
VerpackungCoincard
RandschriftLAISVĖ ★ VIENYBĖ ★ GEROVĖ ★
Marktpreis29,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt 100 Jahre Basketball in Litauen. Das Motiv zeigt die Umrisse der Landkarte Litauens in Form eines Basketballfelds und verweist damit auf die seit 1922 bestehende Basketballtradition. Halbkreisförmig darum angeordnet sind der Schriftzug „LIETUVA“ und die Jahreszahlen „1922–2022“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt die Umrisse der Landkarte Litauens als Basketballfeld, sinnbildlich dafür, dass in Litauen schon seit 100 Jahren Basketball gespielt wird. Um das mittig angeordnete Motiv herum sind halbkreisförmig der Schriftzug „LIETUVA“ (Litauen), die Jahreszahlen „1922-2022“ und das Münzzeichen der litauischen Prägestätte angeordnet.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Als Ausgangspunkt der litauischen Basketballgeschichte gilt das erste offizielle Herren-Basketballspiel, das am 23. April 1922 in Kaunas ausgetragen wurde. In den folgenden Jahren verbreitete sich die Sportart über Schulen, Hochschulen und Vereine. Unterstützung kam auch von Litauern, die aus den Vereinigten Staaten zurückkehrten und dort bereits Erfahrungen mit dem Basketball gesammelt hatten.
Schon in der Zwischenkriegszeit erzielte die litauische Nationalmannschaft internationale Erfolge. Sie gewann die Europameisterschaften 1937 und 1939. Das Turnier von 1939 wurde in Kaunas ausgetragen; dafür entstand eine eigens errichtete Sporthalle. Zu den prägenden Spielern gehörte der in den USA geborene Frank Lubin, in Litauen als Pranas Lubinas bekannt. Die Erfolge boten dem damals noch jungen litauischen Staat eine Möglichkeit, sich international sichtbar zu machen.
Nach der sowjetischen Besetzung Litauens konnten litauische Sportler jahrzehntelang nicht unter eigener Flagge antreten. Viele von ihnen spielten jedoch in Auswahlmannschaften der Sowjetunion. Eine besondere Rolle nahm der Verein Žalgiris Kaunas ein. Seine Begegnungen mit dem Moskauer Armeesportklub ZSKA wurden in Litauen vielfach über den Sport hinaus als symbolischer Wettstreit mit der sowjetischen Zentralmacht verstanden. In den 1980er-Jahren gewann Žalgiris dreimal nacheinander die sowjetische Meisterschaft. Zu den bekanntesten Spielern dieser Zeit gehörte Arvydas Sabonis.
Nach der Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit kehrte Litauen 1992 mit einer eigenen Mannschaft zu den Olympischen Spielen zurück und gewann im Männerbasketball die Bronzemedaille. Weitere olympische Bronzemedaillen folgten 1996 und 2000; 2003 wurde Litauen erneut Europameister.
Das Jubiläum bot sich daher nicht nur als Erinnerung an die Einführung einer Sportart an. Basketball ist eng mit der internationalen Repräsentation Litauens, mit Vereinstraditionen und mit Erfahrungen aus der Zeit der sowjetischen Herrschaft sowie der erneuten Unabhängigkeit verbunden. Diese gesellschaftliche und historische Verankerung erklärt die Wahl des Themas für eine nationale Gedenkmünze.
Schon in der Zwischenkriegszeit erzielte die litauische Nationalmannschaft internationale Erfolge. Sie gewann die Europameisterschaften 1937 und 1939. Das Turnier von 1939 wurde in Kaunas ausgetragen; dafür entstand eine eigens errichtete Sporthalle. Zu den prägenden Spielern gehörte der in den USA geborene Frank Lubin, in Litauen als Pranas Lubinas bekannt. Die Erfolge boten dem damals noch jungen litauischen Staat eine Möglichkeit, sich international sichtbar zu machen.
Nach der sowjetischen Besetzung Litauens konnten litauische Sportler jahrzehntelang nicht unter eigener Flagge antreten. Viele von ihnen spielten jedoch in Auswahlmannschaften der Sowjetunion. Eine besondere Rolle nahm der Verein Žalgiris Kaunas ein. Seine Begegnungen mit dem Moskauer Armeesportklub ZSKA wurden in Litauen vielfach über den Sport hinaus als symbolischer Wettstreit mit der sowjetischen Zentralmacht verstanden. In den 1980er-Jahren gewann Žalgiris dreimal nacheinander die sowjetische Meisterschaft. Zu den bekanntesten Spielern dieser Zeit gehörte Arvydas Sabonis.
Nach der Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit kehrte Litauen 1992 mit einer eigenen Mannschaft zu den Olympischen Spielen zurück und gewann im Männerbasketball die Bronzemedaille. Weitere olympische Bronzemedaillen folgten 1996 und 2000; 2003 wurde Litauen erneut Europameister.
Das Jubiläum bot sich daher nicht nur als Erinnerung an die Einführung einer Sportart an. Basketball ist eng mit der internationalen Repräsentation Litauens, mit Vereinstraditionen und mit Erfahrungen aus der Zeit der sowjetischen Herrschaft sowie der erneuten Unabhängigkeit verbunden. Diese gesellschaftliche und historische Verankerung erklärt die Wahl des Themas für eine nationale Gedenkmünze.



