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Vorderseite

San Marino · 450. Geburtstag von Caravaggio
Ausgabedatum01.03.2021
Gesamtauflage56.400
EU-Maximum54.000
Editionen2
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftSAN MARINO / 1571-2021 / SP / CARAVAGGIO
DesignerSilvia Petrassi
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 450. Geburtstag von Caravaggio. Das Motiv zeigt die „Reuige Magdalena“ aus seinem gleichnamigen Gemälde, das sich im Palazzo Pamphilj in Rom befindet. Zu sehen sind außerdem die Schriftzüge „SAN MARINO“ und „CARAVAGGIO“, die Jahreszahlen „1571–2021“ sowie die Initialen „SP“ der Designerin Silvia Petrassi.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt die Reuige Magdalena aus dem gleichnamigen Gemälde von Caravaggio, das sich heute im Palazzo Pamphilj in Rom befindet. Oben links sind der Schriftzug „SAN MARINO“ und darunter die Daten „1571-2021“ zu sehen. Links erscheinen die Initialen „SP“ der Designerin Silvia Petrassi. Oben rechts befinden sich der Schriftzug „CARAVAGGIO“ und das Münzzeichen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, wurde in Mailand geboren und erhielt seinen Künstlernamen nach dem lombardischen Ort Caravaggio, aus dem seine Familie stammte. In den 1590er-Jahren ließ er sich in Rom nieder. Dort entwickelte er eine Malweise, die religiöse und mythologische Figuren nicht idealisiert, sondern mit individuellen Gesichtszügen, zeitgenössischer Kleidung und körperlicher Präsenz darstellt. Charakteristisch sind außerdem starke Hell-Dunkel-Kontraste und eine gezielte Lichtführung, durch die einzelne Personen und Gesten aus einem dunklen Bildraum hervortreten.
Sein Leben war von Konflikten mit Behörden und Rivalen geprägt. Nach einer tödlichen Auseinandersetzung musste er Rom verlassen. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem in Neapel, auf Malta und auf Sizilien. Trotz seines frühen Todes verbreitete sich seine Bildsprache rasch. Zahlreiche Maler in Italien und anderen Teilen Europas griffen seinen Realismus sowie seine dramatische Lichtregie auf; sie werden häufig als Caravaggisten bezeichnet.
Die dargestellte Maria Magdalena erscheint nicht mit den sonst üblichen erzählerischen oder übernatürlichen Begleitmotiven. Caravaggio zeigt eine junge Frau, die allein auf einem niedrigen Stuhl sitzt und den Kopf gesenkt hält. Neben ihr liegen abgelegte Schmuckstücke; ein Gefäß verweist auf die traditionelle Verbindung Magdalenas mit Salböl. Eine Träne und die zurückgenommene Körperhaltung kennzeichnen ihre innere Umkehr. Durch die zeitgenössische Kleidung wirkt die Szene zunächst wie eine Alltagssituation. Erst die Attribute und der Bildtitel machen den religiösen Zusammenhang eindeutig. Diese Verbindung von gewöhnlicher Lebenswelt und christlichem Thema war ein prägendes Element von Caravaggios Kunst.
San Marino verwendet seine Gedenkmünzen regelmäßig auch für Künstler und Werke der italienischen Kulturgeschichte. Die Wahl eines Gemäldeausschnitts ermöglicht es, nicht nur an den Maler zu erinnern, sondern zugleich ein konkretes Beispiel seiner stillen, psychologisch konzentrierten Figurenauffassung aufzugreifen. Eine darüber hinausgehende besondere Beziehung Caravaggios zu San Marino ist nicht bekannt.
Sein Leben war von Konflikten mit Behörden und Rivalen geprägt. Nach einer tödlichen Auseinandersetzung musste er Rom verlassen. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem in Neapel, auf Malta und auf Sizilien. Trotz seines frühen Todes verbreitete sich seine Bildsprache rasch. Zahlreiche Maler in Italien und anderen Teilen Europas griffen seinen Realismus sowie seine dramatische Lichtregie auf; sie werden häufig als Caravaggisten bezeichnet.
Die dargestellte Maria Magdalena erscheint nicht mit den sonst üblichen erzählerischen oder übernatürlichen Begleitmotiven. Caravaggio zeigt eine junge Frau, die allein auf einem niedrigen Stuhl sitzt und den Kopf gesenkt hält. Neben ihr liegen abgelegte Schmuckstücke; ein Gefäß verweist auf die traditionelle Verbindung Magdalenas mit Salböl. Eine Träne und die zurückgenommene Körperhaltung kennzeichnen ihre innere Umkehr. Durch die zeitgenössische Kleidung wirkt die Szene zunächst wie eine Alltagssituation. Erst die Attribute und der Bildtitel machen den religiösen Zusammenhang eindeutig. Diese Verbindung von gewöhnlicher Lebenswelt und christlichem Thema war ein prägendes Element von Caravaggios Kunst.
San Marino verwendet seine Gedenkmünzen regelmäßig auch für Künstler und Werke der italienischen Kulturgeschichte. Die Wahl eines Gemäldeausschnitts ermöglicht es, nicht nur an den Maler zu erinnern, sondern zugleich ein konkretes Beispiel seiner stillen, psychologisch konzentrierten Figurenauffassung aufzugreifen. Eine darüber hinausgehende besondere Beziehung Caravaggios zu San Marino ist nicht bekannt.
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- 2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
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54.000
KMS
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1Offizielle Ausgabepreise
2021 · Blister BU: 16,50 €
2021 · KMS PP: 169,00 €



