Übersicht Malta 2020 Serie: Prähistorische Stätten Tempel von Skorba – Übersicht
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CC 378 2020 Kursmünzensatz Stgl./BU

KMS BU

Malta · Serie: Prähistorische Stätten, Tempel von Skorba

Auflage10.000
Ausgabepreis26,00 €
Ausgabedatum24.07.2020
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis55,00 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an die prähistorischen Tempel von Skorba, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das Motiv zeigt die zwei nebeneinander errichteten Tempel nahe Zebbiegh im Nordwesten Maltas, die auf einer wesentlich älteren Siedlung erbaut wurden. Darüber steht „SKORBA TEMPLES 3600-2500 BC“, darunter „MALTA“ und „2020“. Die Fundstätte ermöglichte es Archäologen, Maltas prähistorische Kulturabfolge zu bestimmen und die erste Besiedlung der Inseln auf etwa 5 000 v. Chr. zu datieren.

Das Motiv
Im Münzmotiv ist Skorba, ein prähistorischer Tempel in der Nähe der Ortschaft Zebbiegh im Nordwesten Maltas, zu sehen. Dabei handelt es sich um zwei nebeneinander gebaute Tempel. Diese wurden auf einer viel älteren Siedlung gebaut, die außerhalb des Tempelkomplexes entdeckt wurde. Skorba hat nicht die Monumentalität der anderen Tempel auf den maltesischen Inseln. Dennoch ist der Ort von größter Bedeutung, da es Archäologen gelungen ist, Maltas prähistorische kulturelle Sequenz festzulegen und zu ermitteln, dass die Inseln erstmals rund 5 000 v.Chr. bewohnt waren. Der Schriftzug „SKORBA TEMPLES 3600-2500 BC“ steht über dem Münzmotiv. Unten stehen der Name des Ausgabestaates „MALTA“ und das Ausgabejahr „2020“. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Skorba gehört in den Zusammenhang der maltesischen Tempelkultur, die sich während der Jungsteinzeit entwickelte. Auf Malta und Gozo entstanden damals aus großen Kalksteinblöcken freistehende Anlagen mit mehreren halbkreisförmigen Kammern. Ihre genaue Funktion ist nicht abschließend geklärt. Funde von Altären, Tierknochen und kleinen Figuren sprechen dafür, dass sie für gemeinschaftliche Rituale genutzt wurden. Zugleich waren sie Teil einer Gesellschaft, die Ackerbau und Viehzucht betrieb und dauerhafte Siedlungen unterhielt.

Die vergleichsweise niedrigen Mauerreste von Skorba vermitteln weniger vom ursprünglichen Erscheinungsbild solcher Anlagen als besser erhaltene Tempel. Für die Forschung sind jedoch gerade die unter und neben den Mauern erhaltenen Siedlungsschichten aufschlussreich. Bei Ausgrabungen unter Leitung des britischen Archäologen David H. Trump in den frühen 1960er-Jahren kamen Hüttenreste, Feuerstellen, Werkzeuge, Knochen und Keramik aus unterschiedlichen Zeitabschnitten zutage. Anhand der Abfolge dieser Schichten ließen sich Veränderungen bei Keramikformen und Herstellungstechniken nachvollziehen.

Nach der Fundstätte wurden die Kulturphasen „Grey Skorba“ und „Red Skorba“ benannt. Die Bezeichnungen beziehen sich auf charakteristische graue beziehungsweise rot überzogene Keramik. Sie gehören in eine Zeit vor dem Bau der großen Tempelanlagen und schließen eine Lücke zwischen den frühesten bäuerlichen Gemeinschaften und der späteren Tempelkultur. Skorba dient deshalb als wichtiger Bezugspunkt für die zeitliche Einordnung anderer prähistorischer Fundplätze Maltas.

Die Anlage ist Teil der seriellen UNESCO-Welterbestätte „Megalithische Tempel von Malta“. Diese umfasste zunächst Ġgantija und wurde später um weitere Tempelplätze auf Malta erweitert. Die Münzausgabe von 2020 steht außerdem innerhalb einer maltesischen Serie, die nacheinander prähistorische Stätten des Inselstaates vorstellte. Zuvor waren unter anderem Ġgantija, Ħaġar Qim, Mnajdra und Ta’ Ħaġrat gewürdigt worden. Die Auswahl Skorbas erklärt sich somit sowohl aus seiner Stellung im Welterbe als auch aus seiner Funktion für die archäologische Chronologie Maltas.

Wissenswertes

Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie die 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €).

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