CC 372 2020
Blister
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
Blister BU
San Marino · 500. Todestag von Raffael
Auflage54.000
Ausgabepreis16,50 €
Ausgabedatum05.03.2020
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis149,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 500. Todestag von Raffael. Das Motiv zeigt die Jungfrau Maria im Profil als Ausschnitt aus dem Fresko „Madonna di Casa Santi“, Raffaels erstem Meisterwerk im Haus seiner Familie in Urbino; im vollständigen Fresko hält Maria das schlafende Jesuskind auf ihren Knien. Ergänzt wird die Darstellung durch die Inschriften „SAN MARINO“, „1520“, „2020“ und „RAFFAELLO“.
Das Motiv
Das Münzmotiv ist eine Profilansicht der Jungfrau Maria – ein Ausschnitt des Freskos „Madonna di Casa Santi“, des ersten Meisterwerks des sehr jungen Raffael, an den Wänden des Hauses seiner Familie in Urbino, das heute Sitz der renommierten Accademia Raffaello ist. Das Fresko stellt die Jungfrau Maria dar, die das schlafende Jesuskind auf ihren Knien hält. Die Szene zeichnet sich durch die zärtliche Intimität zwischen Mutter und Sohn aus, einem wiederkehrenden Motiv in Raffaels Werken. In der rechten oberen Ecke der Münze ist der Ausgabestaat: „SAN MARINO“ eingraviert, daneben die Jahreszahlen „1520“ und „2020“. Unten ist der Schriftzug „RAFFAELLO“ zu lesen, rechts die Initialen der Künstlerin Annalisa Masini „AM“ und links der Buchstabe „R“ als Zeichen der Münze von Rom. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Raffael, mit vollem Namen Raffaello Sanzio, wurde 1483 in Urbino geboren. Sein Vater Giovanni Santi war Maler und am Hof der Montefeltro tätig. Dadurch kam Raffael früh mit der höfischen Kultur Urbinos in Berührung, das während der Renaissance ein Zentrum für Kunst, Architektur und humanistische Bildung war. Nach dem frühen Tod seiner Eltern entwickelte er sich rasch zu einem selbstständig arbeitenden Künstler. Seine Ausbildung wird häufig mit Pietro Perugino in Verbindung gebracht, auch wenn die Einzelheiten nicht vollständig geklärt sind.
Nach ersten Arbeiten in Mittelitalien hielt sich Raffael mehrere Jahre in Florenz auf. Dort setzte er sich mit den Werken Leonardo da Vincis und Michelangelos auseinander. 1508 ging er nach Rom, wo Papst Julius II. ihn mit der Ausmalung päpstlicher Räume im Vatikan beauftragte. Zu diesen sogenannten Stanzen gehört die „Schule von Athen“, eine Darstellung antiker Philosophen, die zugleich das Bildungsverständnis der Renaissance veranschaulicht.
Raffael arbeitete nicht nur als Maler, sondern auch als Architekt. Nach dem Tod Donato Bramantes übernahm er Aufgaben beim Neubau des Petersdoms. Zudem beschäftigte er sich mit der Erfassung und Bewahrung antiker Bauwerke in Rom. In seiner großen Werkstatt entstanden Altarbilder, Porträts, Wandmalereien und Entwürfe für Bildteppiche. Besonders häufig behandelte er Darstellungen Marias mit dem Kind. Diese verbanden religiöse Bildtraditionen mit einer auf menschliche Nähe und klare Komposition ausgerichteten Darstellungsweise.
Raffael starb 1520 im Alter von 37 Jahren in Rom und wurde im Pantheon beigesetzt. Schon seine Zeitgenossen betrachteten ihn als einen der führenden Künstler der Hochrenaissance.
Die Wahl des Jubiläums durch San Marino steht im Zusammenhang mit den engen historischen und kulturellen Beziehungen der Republik zum umliegenden Italien. Urbino liegt wie San Marino in der Kulturlandschaft Mittelitaliens. Raffaels Herkunft und sein europaweiter kunstgeschichtlicher Einfluss boten daher einen nachvollziehbaren Anlass für eine san-marinesische Gedenkausgabe.
Nach ersten Arbeiten in Mittelitalien hielt sich Raffael mehrere Jahre in Florenz auf. Dort setzte er sich mit den Werken Leonardo da Vincis und Michelangelos auseinander. 1508 ging er nach Rom, wo Papst Julius II. ihn mit der Ausmalung päpstlicher Räume im Vatikan beauftragte. Zu diesen sogenannten Stanzen gehört die „Schule von Athen“, eine Darstellung antiker Philosophen, die zugleich das Bildungsverständnis der Renaissance veranschaulicht.
Raffael arbeitete nicht nur als Maler, sondern auch als Architekt. Nach dem Tod Donato Bramantes übernahm er Aufgaben beim Neubau des Petersdoms. Zudem beschäftigte er sich mit der Erfassung und Bewahrung antiker Bauwerke in Rom. In seiner großen Werkstatt entstanden Altarbilder, Porträts, Wandmalereien und Entwürfe für Bildteppiche. Besonders häufig behandelte er Darstellungen Marias mit dem Kind. Diese verbanden religiöse Bildtraditionen mit einer auf menschliche Nähe und klare Komposition ausgerichteten Darstellungsweise.
Raffael starb 1520 im Alter von 37 Jahren in Rom und wurde im Pantheon beigesetzt. Schon seine Zeitgenossen betrachteten ihn als einen der führenden Künstler der Hochrenaissance.
Die Wahl des Jubiläums durch San Marino steht im Zusammenhang mit den engen historischen und kulturellen Beziehungen der Republik zum umliegenden Italien. Urbino liegt wie San Marino in der Kulturlandschaft Mittelitaliens. Raffaels Herkunft und sein europaweiter kunstgeschichtlicher Einfluss boten daher einen nachvollziehbaren Anlass für eine san-marinesische Gedenkausgabe.
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