CC 358 2019
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Frankreich · 30 Jahre Fall der Berliner Mauer
Auflage15.000.000
Ausgabedatum10.10.2019
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis3,50 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer, der das Ende des Kalten Krieges markierte und den Weg zur deutschen Wiedervereinigung ebnete. Das Motiv zeigt die in der Mitte geöffnete Berliner Mauer, die von Tauben als Sinnbildern der internationalen Versöhnung und einer jubelnden Menge durchquert wird. Im Hintergrund ist das Brandenburger Tor zu sehen; auf der Mauer steht die Inschrift „30 Jahre Mauerfall“.
Das Motiv
Vor dreißig Jahren fiel die Berliner Mauer. Dieses Ereignis hatte nicht nur Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft, sondern weltweite Konsequenzen. Der 9. November 1989 markierte das Ende des Kalten Krieges, und mit den Ereignissen dieses Tages kündigte sich nach mehreren Jahrzehnten internationaler Spannungen eine Beruhigung der Lage an. Auf europäischer Ebene war dies der erste Schritt auf dem Weg zur Wiedervereinigung eines der führenden Länder der Europäischen Union. Besiegelt wurde diese bedeutende Veränderung anschließend durch den Zwei-plus-vier-Vertrag, den auch Frankreich unterzeichnete. Die Europäische Union begrüßte in nur einem Jahr 16 Millionen neue Bürgerinnen und Bürger, was fast der strukturellen und wirtschaftlichen Wirkung der Aufnahme eines neuen Landes entsprach!
Das Münzmotiv zeigt die in der Mitte geöffnete Berliner Mauer, die von Tauben (Sinnbilder der internationalen Versöhnung) und einer jubelnden Menge durchquert wird. Im Hintergrund ist das Brandenburger Tor — das Symbol Berlins schlechthin — abgebildet. Eine Seite der Mauer trägt die Inschrift „30 Jahre Mauerfall“. Am unteren Rand des Münzmotivs sind das Ausgabejahr „2019“ und rechts davon die Angabe des Ausgabestaates „RF“ (für „République Française“) zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Das Münzmotiv zeigt die in der Mitte geöffnete Berliner Mauer, die von Tauben (Sinnbilder der internationalen Versöhnung) und einer jubelnden Menge durchquert wird. Im Hintergrund ist das Brandenburger Tor — das Symbol Berlins schlechthin — abgebildet. Eine Seite der Mauer trägt die Inschrift „30 Jahre Mauerfall“. Am unteren Rand des Münzmotivs sind das Ausgabejahr „2019“ und rechts davon die Angabe des Ausgabestaates „RF“ (für „République Française“) zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Berliner Mauer entstand ab dem 13. August 1961. Die Führung der DDR ließ die Übergänge nach West-Berlin sperren, um die Abwanderung ihrer Bevölkerung über den westlichen Teil der Stadt zu unterbinden. Aus Absperrungen und Stacheldraht entwickelte sich ein System aus Mauern, Zäunen, Wachtürmen und kontrollierten Grenzstreifen. Berlin wurde damit zu einem zentralen Schauplatz der politischen und militärischen Teilung Europas.
Der 9. November 1989 war keine lange vorbereitete Grenzöffnung. Vorausgegangen waren Massenproteste in der DDR, eine zunehmende Ausreisebewegung und der politische Wandel in mehreren Staaten des Ostblocks. Auf einer Pressekonferenz verkündete das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski eine neue Reiseregelung. Auf die Frage, wann sie gelte, antwortete er sinngemäß: sofort. Da die Grenzposten keine eindeutigen Anweisungen erhalten hatten und sich immer mehr Menschen an den Übergängen versammelten, öffneten sie noch am Abend die Schranken. Die Mauer wurde erst in den folgenden Monaten größtenteils abgetragen.
Das Brandenburger Tor wurde im späten 18. Jahrhundert nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans errichtet. Während der deutschen Teilung stand es unmittelbar im abgeriegelten Grenzbereich und konnte nicht als regulärer Durchgang genutzt werden. Seine Lage machte es zu einem häufig verwendeten politischen Bild für die Teilung Berlins und später für deren Überwindung.
Dass Frankreich diesen Jahrestag aufgriff, hängt auch mit seiner Rolle als eine der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs zusammen. Frankreich unterzeichnete gemeinsam mit den beiden deutschen Staaten, den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und dem Vereinigten Königreich den Zwei-plus-vier-Vertrag. Dieser regelte die außenpolitischen Voraussetzungen der deutschen Einheit und beendete die verbliebenen Rechte der vier Mächte in Bezug auf Deutschland. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wurde zugleich das Gebiet der Europäischen Gemeinschaften erweitert, ohne dass ein eigener neuer Mitgliedstaat aufgenommen wurde. Der Anlass besaß daher neben der deutschen auch eine französische und gesamteuropäische politische Dimension.
Der 9. November 1989 war keine lange vorbereitete Grenzöffnung. Vorausgegangen waren Massenproteste in der DDR, eine zunehmende Ausreisebewegung und der politische Wandel in mehreren Staaten des Ostblocks. Auf einer Pressekonferenz verkündete das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski eine neue Reiseregelung. Auf die Frage, wann sie gelte, antwortete er sinngemäß: sofort. Da die Grenzposten keine eindeutigen Anweisungen erhalten hatten und sich immer mehr Menschen an den Übergängen versammelten, öffneten sie noch am Abend die Schranken. Die Mauer wurde erst in den folgenden Monaten größtenteils abgetragen.
Das Brandenburger Tor wurde im späten 18. Jahrhundert nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans errichtet. Während der deutschen Teilung stand es unmittelbar im abgeriegelten Grenzbereich und konnte nicht als regulärer Durchgang genutzt werden. Seine Lage machte es zu einem häufig verwendeten politischen Bild für die Teilung Berlins und später für deren Überwindung.
Dass Frankreich diesen Jahrestag aufgriff, hängt auch mit seiner Rolle als eine der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs zusammen. Frankreich unterzeichnete gemeinsam mit den beiden deutschen Staaten, den Vereinigten Staaten, der Sowjetunion und dem Vereinigten Königreich den Zwei-plus-vier-Vertrag. Dieser regelte die außenpolitischen Voraussetzungen der deutschen Einheit und beendete die verbliebenen Rechte der vier Mächte in Bezug auf Deutschland. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wurde zugleich das Gebiet der Europäischen Gemeinschaften erweitert, ohne dass ein eigener neuer Mitgliedstaat aufgenommen wurde. Der Anlass besaß daher neben der deutschen auch eine französische und gesamteuropäische politische Dimension.
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