CC 350 2019
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Griechenland · 150. Todestag von Andreas Kalvos
Auflage1.500
Ausgabedatum11.07.2019
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Preis des Satzes (2 Münzen)149,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 150. Todestag des Dichters Andreas Kalvos (1792–1869), der neoklassizistische Bildung mit den Idealen der Romantik sowie alt- und neugriechische Sprachelemente verband. Das Motiv zeigt ein Porträt des auf Zante geborenen Dichters, umgeben von seinem Namen und seinen Lebensdaten sowie der Aufschrift „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“. Außerdem sind eine Palmette als Münzzeichen und das Monogramm des Münzdesigners George Stamatopoulos zu sehen.
Das Motiv
Der in Zante geborene Andreas Kalvos (1792-1869) ist einer der wichtigsten Dichter des modernen Griechenlands. In seinen Werken verband er eine solide neoklassizistische Erziehung mit den hohen Idealen der Romantik sowie sprachliche Elemente des Alt- wie des Neugriechischen; seine Dichtung verlieh sowohl den revolutionären Idealen seiner Zeit als auch seinen persönlichen Visionen Ausdruck.
Auf der nationalen Seite der Münze ist ein Porträt von Andreas Kalvos abgebildet. Links oben entlang des inneren Münzrands ist der Schriftzug „ΑΝΔΤΡΕΑΣ ΚΑΛΒΟΣ 1792-1869“ zu lesen, rechts davon sind das Ausgabejahr und über diesem eine Palmette, das Münzzeichen der griechischen Prägestätte, eingraviert; rechts unten entlang des inneren Münzrands befindet sich die Aufschrift „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“. Unten rechts ist ferner das Monogramm des Münzdesigners (George Stamatopoulos) sichtbar.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf der nationalen Seite der Münze ist ein Porträt von Andreas Kalvos abgebildet. Links oben entlang des inneren Münzrands ist der Schriftzug „ΑΝΔΤΡΕΑΣ ΚΑΛΒΟΣ 1792-1869“ zu lesen, rechts davon sind das Ausgabejahr und über diesem eine Palmette, das Münzzeichen der griechischen Prägestätte, eingraviert; rechts unten entlang des inneren Münzrands befindet sich die Aufschrift „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“. Unten rechts ist ferner das Monogramm des Münzdesigners (George Stamatopoulos) sichtbar.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Kalvos’ literarisches Werk steht in engem Zusammenhang mit dem griechischen Unabhängigkeitskrieg gegen das Osmanische Reich. Der 1821 begonnene Aufstand führte nach langjährigen Kämpfen zur Entstehung eines unabhängigen griechischen Staates. In vielen seiner Oden behandelte Kalvos Freiheit, politische Selbstbestimmung, Opferbereitschaft und republikanische Tugend. Dabei griff er sowohl aktuelle Ereignisse des Aufstands als auch Motive der griechischen Antike auf.
Seine zwanzig griechischsprachigen Oden erschienen in zwei Sammlungen: 1824 in Genf und 1826 in Paris. Die Veröffentlichung in westeuropäischen Städten fiel in eine Zeit, in der der griechische Aufstand außerhalb des Landes große Aufmerksamkeit erhielt. Die philhellenische Bewegung unterstützte die Unabhängigkeitsbestrebungen politisch, publizistisch und teilweise auch militärisch. Kalvos’ Gedichte richteten sich damit nicht nur an ein griechisches Publikum, sondern standen zugleich im Umfeld dieser europäischen Debatte.
Einen großen Teil seines Lebens verbrachte Kalvos außerhalb Griechenlands. In Italien kam er mit dem ebenfalls von Zante stammenden Schriftsteller Ugo Foscolo in Kontakt und arbeitete zeitweise als dessen Sekretär. Später lebte er unter anderem in der Schweiz, in Frankreich und in England. Auf Korfu unterrichtete er an der Ionischen Akademie. Die Ionischen Inseln bildeten damals einen britischen Schutzstaat und wurden erst 1864 mit dem Königreich Griechenland vereinigt.
Nach den beiden Gedichtsammlungen veröffentlichte Kalvos keine weitere Lyrik in griechischer Sprache. Sein Werk fand zunächst nur begrenzte Resonanz. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es durch den Dichter und Literaturkritiker Kostis Palamas erneut in die griechische Literaturdebatte eingebracht. Seither gehört Kalvos zusammen mit anderen Autoren der Unabhängigkeitszeit zum literarischen Kanon des modernen Griechenlands. Die Münzausgabe nimmt daher nicht nur ein biografisches Jubiläum auf, sondern erinnert zugleich an die Verbindung von griechischer Staatsgründung, europäischem Philhellenismus und moderner griechischer Literatur.
Seine zwanzig griechischsprachigen Oden erschienen in zwei Sammlungen: 1824 in Genf und 1826 in Paris. Die Veröffentlichung in westeuropäischen Städten fiel in eine Zeit, in der der griechische Aufstand außerhalb des Landes große Aufmerksamkeit erhielt. Die philhellenische Bewegung unterstützte die Unabhängigkeitsbestrebungen politisch, publizistisch und teilweise auch militärisch. Kalvos’ Gedichte richteten sich damit nicht nur an ein griechisches Publikum, sondern standen zugleich im Umfeld dieser europäischen Debatte.
Einen großen Teil seines Lebens verbrachte Kalvos außerhalb Griechenlands. In Italien kam er mit dem ebenfalls von Zante stammenden Schriftsteller Ugo Foscolo in Kontakt und arbeitete zeitweise als dessen Sekretär. Später lebte er unter anderem in der Schweiz, in Frankreich und in England. Auf Korfu unterrichtete er an der Ionischen Akademie. Die Ionischen Inseln bildeten damals einen britischen Schutzstaat und wurden erst 1864 mit dem Königreich Griechenland vereinigt.
Nach den beiden Gedichtsammlungen veröffentlichte Kalvos keine weitere Lyrik in griechischer Sprache. Sein Werk fand zunächst nur begrenzte Resonanz. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es durch den Dichter und Literaturkritiker Kostis Palamas erneut in die griechische Literaturdebatte eingebracht. Seither gehört Kalvos zusammen mit anderen Autoren der Unabhängigkeitszeit zum literarischen Kanon des modernen Griechenlands. Die Münzausgabe nimmt daher nicht nur ein biografisches Jubiläum auf, sondern erinnert zugleich an die Verbindung von griechischer Staatsgründung, europäischem Philhellenismus und moderner griechischer Literatur.



