Rückseite
Griechenland 2019 100. Geburtstag von Manolis Andronicos – Rückseite
Vorderseite
Griechenland 2019 100. Geburtstag von Manolis Andronicos – Vorderseite
CC 34920192-Euro-MünzeStgl./BUBankausgabe

Griechenland · 100. Geburtstag von Manolis Andronicos

Ausgabedatum11.07.2019
Gesamtauflage750.000
EU-Maximum750.000
Editionen2
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
AufschriftMANOLIS ANDRONICOS 1919-1992 / 2019 / HELLENISCHE REPUBLIK
DesignerGeorgios Stamatopoulos
PrägestätteBank of Greece - Mint, Halandri

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt den 100. Geburtstag des bedeutenden griechischen Archäologen Manolis Andronicos (1919–1992), der 1977 die Königsgräber von Vergina mit Zeugnissen der antiken makedonischen Zivilisation entdeckte. Das Motiv zeigt sein Porträt, begleitet von seinem Namen und seinen Lebensdaten, der Aufschrift „HELLENISCHE REPUBLIK“, einer Palmette als Münzzeichen sowie dem Monogramm des Künstlers George Stamatopoulos.

Das Motiv
Manolis Andronicos (1919-1992) war einer der bedeutendsten Archäologen Griechenlands. In den 1977 von ihm entdeckten Königsgräbern in Vergina wurden Schätze gefunden, die von der Pracht der antiken makedonischen Zivilisation zeugen.

Münzmotiv ist ein Porträt von Manolis Andronicos. Entlang des inneren Münzrands stehen links der Name „MANOLIS ANDRONICOS 1919-1992“, das Prägejahr und eine Palmette (das Münzzeichen der griechischen Münze), rechts ist „HELLENISCHE REPUBLIK“ zu lesen. Auf der rechten Seite befindet sich auch das Monogramm des Künstlers (George Stamatopoulos).

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Manolis Andronicos stammte aus einer griechischen Familie in Kleinasien und wuchs nach dem griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch in Thessaloniki auf. Er studierte an der Aristoteles-Universität Thessaloniki und wurde dort später Professor für Klassische Archäologie. Zu seinen akademischen Lehrern gehörte Konstantinos Romaios, der bereits Ausgrabungen in Vergina geleitet hatte. Andronicos setzte diese Forschungen fort und verband archäologische Feldarbeit mit der Untersuchung antiker Kunst und Kultur.

Vergina wird mit Aigai identifiziert, der frühen Hauptstadt des Königreichs Makedonien. Dort residierte die Dynastie der Argeaden, zu der Philipp II. und Alexander der Große gehörten. Auch nachdem Pella zum politischen Zentrum geworden war, blieb Aigai ein Ort königlicher Bestattungen und dynastischer Zeremonien. Die archäologische Stätte umfasst Palastanlagen, Gräberfelder und einen großen Grabhügel.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein ungeplündertes Kammergrab unter diesem Hügel. Es enthielt unter anderem goldene Totenbehälter, Kränze, Waffen, Rüstungsteile und reich verzierte Gefäße. Andronicos identifizierte das sogenannte Grab II mit Philipp II., dem Vater Alexanders des Großen. Diese Zuordnung wird häufig vertreten, ist in der Forschung jedoch nicht unumstritten; vorgeschlagen wurde auch eine Verbindung zu Philipp III. Arrhidaios. Unabhängig von der Identitätsfrage ermöglichten die erhaltenen Beigaben neue Einblicke in Bestattungsrituale, Hofkunst und Herrschaftsrepräsentation des makedonischen Königshauses im 4. Jahrhundert v. Chr.

Die Funde trugen dazu bei, Aigai als archäologischen und historischen Bezugspunkt des antiken Makedoniens stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Stätte wurde später in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen; ein Museum schützt und präsentiert Teile der Grabanlagen und ihrer Ausstattung.

Die Wahl des Jubiläums für eine griechische Gedenkmünze erklärt sich damit aus Andronicos’ enger Verbindung zu diesem zentralen Fundkomplex. Sein Lebensweg steht zugleich für die institutionelle Entwicklung der Archäologie in Griechenland und für die Erforschung des antiken makedonischen Erbes.

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2019 · KMS PP: 90,00 €
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