Übersicht Belgien 2018 50 Jahre europäischer Satellit ESRO 2B (Iris 2) – Übersicht
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CC 323 2018 Coincard Stgl./BU Französisch

Coincard – französische Version

Belgien · 50 Jahre europäischer Satellit ESRO 2B (Iris 2)

Auflage125.000
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum17.09.2018
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis16,90 €

Auflagenangabe der Quelle: Gesamt 250.000 · 1:1 auf NL/FR geteilt

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Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag des Starts des Forschungssatelliten ESRO 2B, des ersten erfolgreichen Satelliten der Europäischen Weltraumforschungsorganisation. Das Motiv zeigt ESRO 2B, der im Mai 1968 in eine Erdumlaufbahn gebracht wurde und später den Namen „IRIS“ (International Radiation Investigation Satellite) erhielt. Seine Aufgabe war die Beobachtung der Sonnenstrahlen, der kosmischen Strahlung und der Strahlungsgürtel der Erde.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt den Forschungssatelliten ESRO 2B, den ersten erfolgreichen Satelliten der Europäischen Weltraumforschungsorganisation, der im Mai 1968 auf seine Umlaufbahn um den Planeten Erde gebracht wurde. Aufgabe von ESRO 2B, später auch „IRIS“ (International Radiation Investigation Satellite) genannt, war die Beobachtung der Sonnenstrahlen, der kosmischen Strahlung und der Strahlungsgürtel der Erde.

Am unteren Rand befinden sich zum einen das Münzzeichen der Königlichen Niederländischen Münze in Utrecht (der Merkurstab) und zum anderen das belgische Münzmeisterzeichen, das Wappen der Gemeinde Herzele, der Ländercode BE sowie die Initialen des Münzdesigners Luc Luycx, LL.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Europäische Weltraumforschungsorganisation ESRO entstand in den 1960er-Jahren, als mehrere westeuropäische Staaten ihre wissenschaftlichen und finanziellen Mittel für die Raumfahrt bündelten. Einzelne europäische Länder konnten damals mit den großen Raumfahrtprogrammen der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion kaum konkurrieren. ESRO konzentrierte sich deshalb auf die wissenschaftliche Erforschung des Weltraums, während die getrennte Organisation ELDO an europäischen Trägerraketen arbeitete. Belgien gehörte zu den Mitgliedstaaten der ESRO.

ESRO 2B war Teil eines frühen Programms wissenschaftlicher Kleinsatelliten. Sein Vorgänger ESRO 2A ging bei einem fehlgeschlagenen Start verloren. Der Erfolg der zweiten Ausführung zeigte daher, dass die noch junge Organisation ein gemeinsames Satellitenprojekt verwirklichen konnte. Gestartet wurde der Satellit nicht mit einer europäischen Rakete, sondern mit einer amerikanischen Scout-Trägerrakete vom Stützpunkt Vandenberg in Kalifornien. Dies verdeutlicht zugleich, dass Europas Raumfahrt zu dieser Zeit bei Starts noch stark auf die Zusammenarbeit mit den USA angewiesen war.

Die untersuchten Strahlungsphänomene waren ein damals junges Forschungsgebiet. Die Strahlungsgürtel der Erde waren erst zu Beginn des Raumfahrtzeitalters nachgewiesen worden. Messungen energiereicher Teilchen und der von der Sonne ausgehenden Strahlung halfen, die Wechselwirkungen zwischen Sonne, Erdmagnetfeld und erdnahem Weltraum besser zu verstehen. Solche Erkenntnisse waren nicht nur für die Grundlagenforschung relevant, sondern auch für den Schutz von Raumfahrzeugen, Messinstrumenten und später bemannten Missionen.

ESRO wurde 1975 zusammen mit ELDO in die neu gegründete Europäische Weltraumorganisation ESA überführt. Die heutige ESA steht damit institutionell in der Tradition jener frühen Zusammenarbeit. Der fünfzigste Jahrestag bot Belgien Anlass, an seine Beteiligung an den Anfängen der koordinierten europäischen Raumfahrt zu erinnern. Das Thema verbindet belgische Wissenschaftspolitik mit der Entwicklung gemeinsamer europäischer Forschungsstrukturen.

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