CC 298 2018
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Stgl./BU
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Italien · 70. Jahrestag der Entstehung der italienischen Verfassung
Auflage15.000
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum02.01.2018
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis15,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 70. Jahrestag des Inkrafttretens der italienischen Verfassung. Das Motiv zeigt das vorläufige Staatsoberhaupt Enrico De Nicola bei der Ausfertigung der Verfassung am 27. Dezember 1947, flankiert von Regierungschef Alcide De Gasperi und dem Präsidenten der Verfassunggebenden Versammlung, Umberto Terracini. Hinzu kommen die Schriftzüge „CONSTITUZIONE“ und „CON SICURA COSCIENZA“, das Monogramm „RI“ sowie die Jahreszahlen „1948 • 2018“.
Das Motiv
Enrico De Nicola fertigt als vorläufiges Staatsoberhaupt am 27. Dezember 1947 die Verfassung der Italienischen Republik aus. Rechts von De Nicolas ist Regierungschef Alcide De Gasperi zu sehen, zu seiner Linken der Präsident der Verfassunggebenden Versammlung Italiens, Umberto Terracini. Im oberen Teil der Münze sind der Schriftzug „CONSTITUZIONE“ sowie das Monogramm der Italienischen Republik, „RI“, zu lesen. Im unteren Teil der nationalen Seite stehen der Schriftzug „CON SICURA COSCIENZA“, das Münzzeichen der Münze von Rom, „R“, und die Daten „1948 • 2018“, also das Jahr des Inkrafttretens der italienischen Verfassung und das Ausgabejahr der Münze.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Verfassung entstand nach dem Ende der faschistischen Diktatur und des Zweiten Weltkriegs. Zuvor beruhte die italienische Staatsordnung auf dem Statuto Albertino von 1848, der Verfassung des Königreichs Sardinien, die später für das Königreich Italien übernommen worden war. Da dieses Statut leicht durch einfache Gesetze verändert werden konnte, hatte es die Machtübernahme und Herrschaft des Faschismus nicht verhindert.
Am 2. Juni 1946 entschieden sich die Italienerinnen und Italiener in einer Volksabstimmung für die Republik und gegen die Monarchie. Gleichzeitig wurde eine Verfassunggebende Versammlung gewählt. Frauen nahmen dabei erstmals landesweit an einer politischen Wahl in Italien teil und konnten selbst gewählt werden. Die Versammlung sollte nach Diktatur, Krieg und deutscher Besatzung eine neue demokratische Ordnung schaffen. An der Ausarbeitung wirkten vor allem christdemokratische, sozialistische, kommunistische und liberale Kräfte mit. Trotz ihrer politischen Gegensätze fanden sie Kompromisse über Grundrechte und staatliche Institutionen.
Die Verfassung erklärt Italien zu einer demokratischen, auf Arbeit gegründeten Republik und leitet die Staatsgewalt vom Volk ab. Sie schützt persönliche und soziale Rechte, ordnet das parlamentarische Regierungssystem und sieht unter anderem eine unabhängige Justiz, regionale Selbstverwaltung sowie ein Verfassungsgericht vor. Eine Übergangsbestimmung untersagt die Wiedererrichtung der aufgelösten faschistischen Partei.
Enrico De Nicola war Jurist und ein Politiker der liberalen Tradition. Nach dem Ende der Monarchie wurde er als parteiübergreifende Übergangsfigur ausgewählt; mit der neuen Staatsordnung wurde er der erste Präsident der Republik. Alcide De Gasperi, führender Christdemokrat und Gegner des Faschismus, prägte die ersten Nachkriegsregierungen. Umberto Terracini gehörte der Kommunistischen Partei an und war während der faschistischen Herrschaft inhaftiert und verbannt worden. Die drei Personen stehen damit für unterschiedliche politische Richtungen, die am verfassungsgebenden Prozess beteiligt waren.
Der Satz „Con sicura coscienza“ wird De Nicola im Zusammenhang mit der Unterzeichnung zugeschrieben: Er habe den Text aufmerksam gelesen und könne ihn mit sicherem Gewissen unterzeichnen. Das Jubiläum bot Anlass, an die demokratische Neugründung Italiens und ihre bis heute geltende rechtliche Grundlage zu erinnern.
Am 2. Juni 1946 entschieden sich die Italienerinnen und Italiener in einer Volksabstimmung für die Republik und gegen die Monarchie. Gleichzeitig wurde eine Verfassunggebende Versammlung gewählt. Frauen nahmen dabei erstmals landesweit an einer politischen Wahl in Italien teil und konnten selbst gewählt werden. Die Versammlung sollte nach Diktatur, Krieg und deutscher Besatzung eine neue demokratische Ordnung schaffen. An der Ausarbeitung wirkten vor allem christdemokratische, sozialistische, kommunistische und liberale Kräfte mit. Trotz ihrer politischen Gegensätze fanden sie Kompromisse über Grundrechte und staatliche Institutionen.
Die Verfassung erklärt Italien zu einer demokratischen, auf Arbeit gegründeten Republik und leitet die Staatsgewalt vom Volk ab. Sie schützt persönliche und soziale Rechte, ordnet das parlamentarische Regierungssystem und sieht unter anderem eine unabhängige Justiz, regionale Selbstverwaltung sowie ein Verfassungsgericht vor. Eine Übergangsbestimmung untersagt die Wiedererrichtung der aufgelösten faschistischen Partei.
Enrico De Nicola war Jurist und ein Politiker der liberalen Tradition. Nach dem Ende der Monarchie wurde er als parteiübergreifende Übergangsfigur ausgewählt; mit der neuen Staatsordnung wurde er der erste Präsident der Republik. Alcide De Gasperi, führender Christdemokrat und Gegner des Faschismus, prägte die ersten Nachkriegsregierungen. Umberto Terracini gehörte der Kommunistischen Partei an und war während der faschistischen Herrschaft inhaftiert und verbannt worden. Die drei Personen stehen damit für unterschiedliche politische Richtungen, die am verfassungsgebenden Prozess beteiligt waren.
Der Satz „Con sicura coscienza“ wird De Nicola im Zusammenhang mit der Unterzeichnung zugeschrieben: Er habe den Text aufmerksam gelesen und könne ihn mit sicherem Gewissen unterzeichnen. Das Jubiläum bot Anlass, an die demokratische Neugründung Italiens und ihre bis heute geltende rechtliche Grundlage zu erinnern.


