Übersicht Slowakei 2016 Ratspräsidentschaft EU – Übersicht
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CC 238 2016 Coincard Stgl./BU

Coincard

Slowakei · Ratspräsidentschaft EU

Auflage5.000
Ausgabepreis7,70 €
Ausgabedatum07.03.2016
VerpackungCoincard
RandschriftSLOVENSKÁ REPUBLIKA + ★ + Lindenblatt + ★
Marktpreis109,00 €

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Die Münze erinnert an den ersten slowakischen Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Das Motiv zeigt das Wappen der Slowakischen Republik vor fächerförmig angeordneten, zur Mitte verlaufenden geschwungenen Linien, die Stellung und Bedeutung der Slowakei während ihres EU-Ratsvorsitzes symbolisieren. Ergänzt wird es durch die Jahreszahl „2016“ sowie die Aufschriften „SLOVENSKO“ und „PREDSEDNÍCTVO SR V RADE EÚ“.

Das Motiv
Zentrales Element des Motivs ist das Wappen der Slowakischen Republik vor dem Hintergrund fächerförmig angeordneter geschwungener Linien, die zur Mitte hin verlaufen. Das Motiv symbolisiert die Stellung und die Bedeutung der Slowakischen Republik während ihres EU-Ratsvorsitzes. Rechts des Wappens der Slowakischen Republik ist die Jahreszahl „2016“ zu lesen. Entlang des inneren Münzrings verlaufen der Landesname „SLOVENSKO“ (Slowakei) und der Schriftzug „PREDSEDNÍCTVO SR V RADE EÚ“ (slowakischer EU-Ratsvorsitz), die durch grafische Symbole voneinander getrennt sind. Das Münzzeichen der Münzprägeanstalt Kremnica, bestehend aus den Buchstaben „MK“ zwischen zwei Prägeformen, und die stilisierten Initialen „VP“ des Designers der nationalen Seite Vladimír Pavlica befinden sich am unteren Rand des Motivs.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Rat der Europäischen Union ist das Organ, in dem die Regierungen der Mitgliedstaaten durch ihre jeweiligen Fachminister vertreten sind. Je nach Thema treten etwa die Finanz-, Umwelt- oder Innenminister zusammen. Der Vorsitz wechselt turnusmäßig alle sechs Monate zwischen den Mitgliedstaaten. Nicht gemeint sind der Europäische Rat der Staats- und Regierungschefs oder der Europarat, der keine Institution der Europäischen Union ist.

Das Vorsitzland leitet die meisten Ratssitzungen und die vorbereitenden Arbeitsgruppen, koordiniert Verhandlungen und sucht nach Kompromissen zwischen den Mitgliedstaaten. Zudem vertritt es den Rat bei Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Der Vorsitz verleiht einem Staat jedoch keine alleinige Entscheidungsgewalt. Die politische Arbeit wird langfristig abgestimmt; jeweils drei aufeinanderfolgende Vorsitzländer bilden ein sogenanntes Trio. Die Slowakei arbeitete dabei mit den Niederlanden und Malta zusammen.

Die Übernahme dieser Aufgabe stand im Zusammenhang mit der schrittweisen Einbindung der Slowakei in die europäischen Institutionen. Das Land war 2004 der Europäischen Union beigetreten und hatte 2009 den Euro eingeführt. Der Vorsitz folgte somit zwölf Jahre nach dem EU-Beitritt und war eine neue institutionelle Aufgabe für die slowakische Verwaltung und Diplomatie.

Die Ratsarbeit fiel in eine politisch angespannte Phase. Zu den Themen gehörten die wirtschaftliche Entwicklung, die Vertiefung des Binnenmarkts, Migration und Asyl sowie die außenpolitische Rolle der Union. Hinzu kamen die Folgen des britischen Referendums über den EU-Austritt. Im September 2016 trafen sich die Staats- und Regierungschefs der übrigen 27 Mitgliedstaaten in Bratislava, um ohne das Vereinigte Königreich über die weitere Zusammenarbeit zu beraten. Daraus entstand die sogenannte Bratislava-Roadmap mit Vorhaben unter anderem in den Bereichen Migration, innere und äußere Sicherheit sowie Wirtschaft.

Die Münzausgabe lässt sich daher als Kennzeichnung eines institutionellen Meilensteins erklären: Erstmals übernahm die Slowakei die organisatorische und vermittelnde Rolle eines Vorsitzlandes und trat dabei für ein halbes Jahr besonders sichtbar auf europäischer Ebene auf.

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