
CC 237 2016
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU - Ausgabe 5
Spanien · UNESCO Weltkulturerbe-Serie, 7. Ausgabe, Altstadt und Aquädukt von Segovia
Auflage10.361
Ausgabedatum05.02.2016
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis26,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt Segovia als UNESCO-Weltkultur- und -naturerbe. Das Motiv zeigt im Vordergrund das Aquädukt von Segovia sowie am oberen Rand den Schriftzug „ESPAÑA“.
Das Motiv
Das Motiv zeigt im Vordergrund das Aquädukt von Segovia. Am oberen Rand des inneren Kreises steht bogenförmig der Name des Ausgabestaats „ESPAÑA“ und darunter das Ausgabejahr „2016“. Am oberen rechten Rand ist das Münzzeichen eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge zu sehen.
Hintergrund zum Thema
Segovia liegt in Kastilien und León nordwestlich von Madrid. Die Altstadt entstand auf einem Felsrücken zwischen den Flüssen Eresma und Clamores. Ihre heutige Gestalt geht auf mehrere historische Epochen zurück: Neben römischen Überresten finden sich dort mittelalterliche Kirchen, die ehemalige jüdische Stadt, die spätgotische Kathedrale und der Alcázar, eine befestigte königliche Residenz. Die UNESCO nahm die Altstadt und das Aquädukt 1985 gemeinsam in die Welterbeliste auf.
Das Aquädukt wurde vermutlich gegen Ende des 1. oder zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. errichtet. Es gehörte zu einer Wasserleitung, die Wasser aus dem Umland in die hoch gelegene Stadt führte. Das Gefälle war so berechnet, dass der Transport ohne Pumpen erfolgen konnte. Im Stadtgebiet überbrückte eine mehrgeschossige Bogenkonstruktion die Geländevertiefung. Besonders auffällig ist die Bauweise aus großen Granitquadern, die ohne Mörtel zusammengefügt wurden. Die Stabilität beruht auf dem Gewicht und der passgenauen Anordnung der Steine. Die Wasserleitung blieb in Teilen bis in die Neuzeit in Gebrauch.
Nach dem Ende der römischen Herrschaft blieb Segovia ein regionales Zentrum. Im Mittelalter lebten dort christliche, jüdische und zeitweise auch muslimische Bevölkerungsgruppen. Die Stadt war zudem mit dem kastilischen Königshaus verbunden. Isabella von Kastilien wurde 1474 in Segovia zur Königin ausgerufen. Handel, Wollverarbeitung und Tuchproduktion prägten über längere Zeit das städtische Wirtschaftsleben.
Die Ausgabe gehört zu einer spanischen Münzserie über die UNESCO-Welterbestätten des Landes. Seit 2010 wird innerhalb dieser Reihe jeweils eine andere spanische Welterbestätte behandelt. Die Wahl Segovias im Jahr 2016 war daher kein Hinweis auf ein konkretes Jubiläum, sondern Teil der fortlaufenden Darstellung dieser Stätten. Das römische Wasserbauwerk bot sich dabei als eindeutig mit der Stadt verbundenes Kennzeichen an.
Das Aquädukt wurde vermutlich gegen Ende des 1. oder zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. errichtet. Es gehörte zu einer Wasserleitung, die Wasser aus dem Umland in die hoch gelegene Stadt führte. Das Gefälle war so berechnet, dass der Transport ohne Pumpen erfolgen konnte. Im Stadtgebiet überbrückte eine mehrgeschossige Bogenkonstruktion die Geländevertiefung. Besonders auffällig ist die Bauweise aus großen Granitquadern, die ohne Mörtel zusammengefügt wurden. Die Stabilität beruht auf dem Gewicht und der passgenauen Anordnung der Steine. Die Wasserleitung blieb in Teilen bis in die Neuzeit in Gebrauch.
Nach dem Ende der römischen Herrschaft blieb Segovia ein regionales Zentrum. Im Mittelalter lebten dort christliche, jüdische und zeitweise auch muslimische Bevölkerungsgruppen. Die Stadt war zudem mit dem kastilischen Königshaus verbunden. Isabella von Kastilien wurde 1474 in Segovia zur Königin ausgerufen. Handel, Wollverarbeitung und Tuchproduktion prägten über längere Zeit das städtische Wirtschaftsleben.
Die Ausgabe gehört zu einer spanischen Münzserie über die UNESCO-Welterbestätten des Landes. Seit 2010 wird innerhalb dieser Reihe jeweils eine andere spanische Welterbestätte behandelt. Die Wahl Segovias im Jahr 2016 war daher kein Hinweis auf ein konkretes Jubiläum, sondern Teil der fortlaufenden Darstellung dieser Stätten. Das römische Wasserbauwerk bot sich dabei als eindeutig mit der Stadt verbundenes Kennzeichen an.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €).
