CC 191 2015
Blister
Stgl./BU Hauptmünze
Blister BU
San Marino · 750. Geburtstag von Dante Alighieri
Auflage100.000
Ausgabepreis15,00 €
Ausgabedatum08.04.2015
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis29,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 750. Geburtstag von Dante Alighieri. Das von Annalisa Masini gestaltete Motiv zeigt ein Porträt Dantes nach einem Fresko von Botticelli sowie die Schriftzüge „DANTE“ und „SAN MARINO“ und die Jahreszahlen „1265“ und „2015“. Der verwendete Schrifttyp ist an die ersten Ausgaben von Dantes „Divina Commedia“ („Göttliche Komödie“) angelehnt.
Das Motiv
Das Motiv von Annalisa Masini zeigt ein Porträt von Dante, das auf ein Fresko von Botticelli zurückgeht. Rechts neben dem Porträt ist der Schriftzug „DANTE“ auf einer vertikalen Achse zu erkennen. Auf der rechten Seite des inneren Münzrings ist halbkreisförmig der Name des Ausgabestaates „SAN MARINO“ zu lesen. Zwischen diesen beiden Schriftzügen stehen das Münzzeichen „R“, die Jahreszahlen „1265“ und „2015“ sowie die Initialen der Künstlerin „AM“. Der für die Bezeichnung des Ausgabestaates und des Themas verwendete Schrifttyp ist an die Schrift in den ersten Ausgaben von Dantes „Divina Commedia“ („Göttliche Komödie“) angelehnt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Dante Alighieri stammte aus Florenz und wirkte als Dichter, politischer Amtsträger und theoretischer Schriftsteller. Seine Lebenszeit war von den Konflikten zwischen den politischen Gruppierungen der Guelfen und Ghibellinen sowie von inneren Auseinandersetzungen der florentinischen Guelfen geprägt. Dante gehörte den Weißen Guelfen an. Nach der Machtübernahme ihrer Gegner wurde er aus Florenz verbannt. Da er die gegen ihn verhängten Bedingungen nicht akzeptierte, kehrte er nicht mehr dauerhaft in seine Heimatstadt zurück. Er lebte anschließend an verschiedenen Höfen Nord- und Mittelitaliens und starb 1321 in Ravenna.
Sein Hauptwerk schildert eine Reise durch die drei Bereiche des Jenseits: Hölle, Läuterungsberg und Paradies. Zunächst führt der antike römische Dichter Vergil den Erzähler, später übernimmt Beatrice diese Rolle. Die Dichtung verbindet christliche Theologie und mittelalterliche Kosmologie mit antiker Literatur, Philosophie, Zeitgeschichte und persönlichen Erfahrungen. Zahlreiche historische und zeitgenössische Personen erscheinen darin als Bewohner des Jenseits; ihre Schicksale dienen zugleich der moralischen und politischen Auseinandersetzung.
Dante schrieb das Werk nicht auf Latein, der damaligen Sprache vieler gelehrter Texte, sondern in einer italienischen Volkssprache, die vor allem auf dem Toskanischen beruhte. Seine Schriften trugen dadurch zur literarischen Anerkennung dieser Sprache und langfristig zur Herausbildung des modernen Standarditalienischen bei. Neben der Jenseitsdichtung verfasste er unter anderem Liebeslyrik, sprachtheoretische Abhandlungen und die politische Schrift „Monarchia“. In der „Vita nuova“ verband er Gedichte über Beatrice mit erläuternden Prosatexten.
Für San Marino gehört Dante zum gemeinsamen italienischsprachigen Kulturraum, obwohl die Republik politisch unabhängig von Italien ist. Das Jubiläum bot daher einen Anlass, an einen Autor zu erinnern, dessen Werk über regionale und staatliche Grenzen hinaus zum europäischen literarischen Erbe zählt. Zugleich knüpft die Ausgabe an die enge sprachliche und kulturelle Verbindung San Marinos mit der italienischen Halbinsel an.
Sein Hauptwerk schildert eine Reise durch die drei Bereiche des Jenseits: Hölle, Läuterungsberg und Paradies. Zunächst führt der antike römische Dichter Vergil den Erzähler, später übernimmt Beatrice diese Rolle. Die Dichtung verbindet christliche Theologie und mittelalterliche Kosmologie mit antiker Literatur, Philosophie, Zeitgeschichte und persönlichen Erfahrungen. Zahlreiche historische und zeitgenössische Personen erscheinen darin als Bewohner des Jenseits; ihre Schicksale dienen zugleich der moralischen und politischen Auseinandersetzung.
Dante schrieb das Werk nicht auf Latein, der damaligen Sprache vieler gelehrter Texte, sondern in einer italienischen Volkssprache, die vor allem auf dem Toskanischen beruhte. Seine Schriften trugen dadurch zur literarischen Anerkennung dieser Sprache und langfristig zur Herausbildung des modernen Standarditalienischen bei. Neben der Jenseitsdichtung verfasste er unter anderem Liebeslyrik, sprachtheoretische Abhandlungen und die politische Schrift „Monarchia“. In der „Vita nuova“ verband er Gedichte über Beatrice mit erläuternden Prosatexten.
Für San Marino gehört Dante zum gemeinsamen italienischsprachigen Kulturraum, obwohl die Republik politisch unabhängig von Italien ist. Das Jubiläum bot daher einen Anlass, an einen Autor zu erinnern, dessen Werk über regionale und staatliche Grenzen hinaus zum europäischen literarischen Erbe zählt. Zugleich knüpft die Ausgabe an die enge sprachliche und kulturelle Verbindung San Marinos mit der italienischen Halbinsel an.
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