Rückseite Numisbrief
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CC 177 2014 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Vatikan · 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer

Auflage10.000
Ausgabepreis48,60 €
Ausgabedatum14.10.2014
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze erinnert an den 25. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer. Das Motiv zeigt durchbrochene Mauersteine mit der Aufschrift „XXV ANNIVERSARIO DEL CROLLO DEL MURO DI BERLINO 1989 2014“, einen Olivenzweig zwischen Mauerresten und Stacheldraht sowie im Hintergrund das Brandenburger Tor. Darüber steht „Città del Vaticano“.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt im Vordergrund mehrere Mauersteine der durchbrochenen Berliner Mauer, die die folgende Aufschrift tragen: „XXV ANNIVERSARIO DEL CROLLO DEL MURO DI BERLINO 1989 2014“. In der Mitte ist zwischen den Mauerresten und einem Stück Stacheldraht ein Olivenzweig abgebildet. Dahinter ist das Brandenburger Tor zu sehen. Darüber steht die Inschrift „Città del Vaticano“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Deutschland und Berlin in Besatzungszonen geteilt. Aus den westlichen Zonen entstand 1949 die Bundesrepublik Deutschland, aus der sowjetischen Zone die Deutsche Demokratische Republik. West-Berlin blieb als westlich verwaltetes Gebiet von der DDR umgeben. Weil viele Menschen die DDR über Berlin verließen, ließ die DDR-Regierung am 13. August 1961 die Grenze abriegeln. Aus provisorischen Sperren entstand ein ausgebautes Grenzsystem mit Mauern, Wachtürmen und weiteren Hindernissen. Fluchtversuche wurden mit Gewalt verhindert; dabei kamen Menschen ums Leben.

Im Jahr 1989 geriet die DDR-Führung zunehmend unter Druck. Reformen in der Sowjetunion, die Ausreise zahlreicher DDR-Bürger über andere Staaten und wachsende Proteste innerhalb des Landes schwächten das politische System. In mehreren Städten forderten Demonstrierende Reisefreiheit, freie Wahlen und politische Veränderungen. Am Abend des 9. November verkündete das Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz neue Reiseregelungen. Auf die Frage, wann diese gelten sollten, antwortete er, nach seiner Kenntnis „sofort, unverzüglich“. Daraufhin versammelten sich Tausende Menschen an den Berliner Grenzübergängen. Die Grenzposten, die keine eindeutigen Anweisungen erhalten hatten, öffneten schließlich die Übergänge.

Die Grenzöffnung wurde zum sichtbarsten Zeichen für den Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft in der DDR und leitete den Weg zur deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ein. Zugleich stand sie für das Ende der politischen Teilung Europas im Kalten Krieg.

Das Brandenburger Tor befand sich während der Teilung unmittelbar im abgeriegelten Grenzbereich und war von Westen wie von Osten nicht frei passierbar. Nach der Öffnung wurde es zu einem zentralen Ort der Wiedervereinigung. Der Olivenzweig verweist allgemein auf Frieden und Versöhnung.

Für Vatikanstadt fügte sich das Thema in die Aufmerksamkeit des Heiligen Stuhls für Religionsfreiheit, Menschenrechte und die friedlichen Umbrüche in Mittel- und Osteuropa ein. Papst Johannes Paul II., der aus Polen stammte, hatte diese Entwicklungen wiederholt begleitet und die Überwindung der europäischen Teilung unterstützt.

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