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Vorderseite

Griechenland · 150 Jahre Vereinigung mit Ionischen Inseln
Ausgabedatum24.09.2014
Gesamtauflage750.000
EU-Maximum750.000
Editionen3
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Aufschrift150 JAHRE VEREINIGUNG DER IONISCHEN INSELN (EPTA’NISA) MIT GRIECHENLAND 1864-2014 / HELLENISCHE REPUBLIK
DesignerMaria Antonatou
PrägestätteBank of Greece - Mint, Halandri
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 150. Jahrestag der Vereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland im Jahr 1864. Das Motiv zeigt einen siebenzackigen Stern mit einer griechischen Gedenkinschrift, dem Namen „HELLENISCHE REPUBLIK“ und dem Zeichen der Staatlichen griechischen Münze. Zwischen den Zacken sind die Wahrzeichen der Ionischen Inseln angeordnet; eine stilisierte Welle umrahmt das Gesamtmotiv.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt einen siebenzackigen Stern, in den in griechischer Sprache der Text „150 JAHRE VEREINIGUNG DER IONISCHEN INSELN (EPTA’NISA) MIT GRIECHENLAND 1864-2014“ und der Name des Ausgabestaates — „HELLENISCHE REPUBLIK“ — sowie das Zeichen der Staatlichen griechischen Münze eingraviert sind. Zwischen den einzelnen Zacken des Sterns sind die Wahrzeichen der Ionischen Inseln angeordnet. Das Gesamtmotiv wird von einer dekorativen stilisierten Darstellung einer Welle umrahmt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Ionischen Inseln liegen vor der Westküste Griechenlands. Zur traditionellen Gruppe der „Eptanisa“, der sieben Inseln, gehören Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia, Zakynthos und Kythira; daneben umfasst der Archipel zahlreiche kleinere Inseln. Kythira liegt allerdings südlich der Peloponnes und damit außerhalb des eigentlichen Ionischen Meeres. Der Begriff „Eptanisa“ bezeichnet daher eine historisch-politische und kulturelle Gemeinschaft.
Anders als große Teile des griechischen Festlands standen die Inseln über Jahrhunderte unter venezianischer Herrschaft und gehörten nicht dauerhaft zum Osmanischen Reich. Nach dem Ende der Republik Venedig 1797 wechselten die Herrschaftsverhältnisse mehrfach. Zeitweise waren Frankreich sowie ein russisch-osmanisches Bündnis beteiligt. 1800 entstand die Republik der Sieben Vereinigten Inseln, ein formal dem Osmanischen Reich unterstelltes Gemeinwesen mit eigener Verwaltung.
Nach den Napoleonischen Kriegen wurden die Inseln 1815 als „Vereinigter Staat der Ionischen Inseln“ unter britischen Schutz gestellt. Sie verfügten über eigene politische Einrichtungen, standen jedoch unter der Aufsicht eines britischen Hochkommissars. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gewann die Enosis-Bewegung an Einfluss, die den Anschluss an den bereits unabhängigen griechischen Staat forderte. Besonders die sogenannten Radikalen vertraten dieses Ziel im ionischen Parlament.
Die Übergabe erfolgte im Zusammenhang mit einem politischen Wechsel in Griechenland. Nachdem König Otto 1862 abgesetzt worden war, bestieg der in Dänemark geborene Georg I. den griechischen Thron. Großbritannien stimmte anschließend der Abtretung seines Protektorats zu. Die Vereinigung erweiterte das damalige griechische Staatsgebiet und erfüllte eine langjährige Forderung eines großen Teils der Inselbevölkerung.
Die Bildzeichen zwischen den Sternzacken greifen Überlieferungen und Symbole der einzelnen Inseln auf, darunter Odysseus für Ithaka, Aphrodite für Kythira, eine Leier für Lefkada und ein Dreizack für Paxos. Der runde Jahrestag bot Griechenland Anlass, sowohl an den politischen Anschluss als auch an die gemeinsame Identität der sieben Inseln zu erinnern.
Anders als große Teile des griechischen Festlands standen die Inseln über Jahrhunderte unter venezianischer Herrschaft und gehörten nicht dauerhaft zum Osmanischen Reich. Nach dem Ende der Republik Venedig 1797 wechselten die Herrschaftsverhältnisse mehrfach. Zeitweise waren Frankreich sowie ein russisch-osmanisches Bündnis beteiligt. 1800 entstand die Republik der Sieben Vereinigten Inseln, ein formal dem Osmanischen Reich unterstelltes Gemeinwesen mit eigener Verwaltung.
Nach den Napoleonischen Kriegen wurden die Inseln 1815 als „Vereinigter Staat der Ionischen Inseln“ unter britischen Schutz gestellt. Sie verfügten über eigene politische Einrichtungen, standen jedoch unter der Aufsicht eines britischen Hochkommissars. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gewann die Enosis-Bewegung an Einfluss, die den Anschluss an den bereits unabhängigen griechischen Staat forderte. Besonders die sogenannten Radikalen vertraten dieses Ziel im ionischen Parlament.
Die Übergabe erfolgte im Zusammenhang mit einem politischen Wechsel in Griechenland. Nachdem König Otto 1862 abgesetzt worden war, bestieg der in Dänemark geborene Georg I. den griechischen Thron. Großbritannien stimmte anschließend der Abtretung seines Protektorats zu. Die Vereinigung erweiterte das damalige griechische Staatsgebiet und erfüllte eine langjährige Forderung eines großen Teils der Inselbevölkerung.
Die Bildzeichen zwischen den Sternzacken greifen Überlieferungen und Symbole der einzelnen Inseln auf, darunter Odysseus für Ithaka, Aphrodite für Kythira, eine Leier für Lefkada und ein Dreizack für Paxos. Der runde Jahrestag bot Griechenland Anlass, sowohl an den politischen Anschluss als auch an die gemeinsame Identität der sieben Inseln zu erinnern.
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