CC 166 2014
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Malta · Serie: Verfassungsgeschichte Maltas, 4. Ausgabe, 50 Jahre Unabhängigkeit
Auflage7.500
Ausgabepreis15,00 €
Ausgabedatum03.06.2014
Verpackungim Etui
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis32,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an die Unabhängigkeit Maltas und die Unabhängigkeitsverfassung von 1964, durch die Malta nach jahrhundertelanger Fremdbestimmung eine unabhängige Nation wurde. Das Motiv zeigt einen Teil der 1989 von Gianni Bonnici gestalteten Bronzestatue zur Versinnbildlichung der Unabhängigkeit: eine junge Frau als Symbol Maltas, die die maltesische Flagge trägt. Rechts verläuft halbkreisförmig die Aufschrift „MALTA – Independence 1964“.
Das Motiv
Diese Münze zum Gedenken an die Unabhängigkeitsverfassung Maltas von 1964 ist die vierte einer Serie von insgesamt fünf Münzen, die wichtigen Etappen der maltesischen Verfassungsgeschichte gewidmet sind. Mit der Verfassung von 1964 wurde Malta nach jahrhundertelanger Fremdbestimmung eine unabhängige Nation. Die nationale Seite der Münze zeigt einen Teil der von Gianni Bonnici im Jahr 1989 gestalteten Bronzestatue, die die Unabhängigkeit versinnbildlicht. Dargestellt ist eine junge Frau, die Malta symbolisiert und die maltesische Flagge trägt. Auf der rechten Seite ist halbkreisförmig die Aufschrift „MALTA – Independence 1964“ und am unteren Rand das Ausgabejahr „2014“ eingraviert.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Malta geriet 1798 zunächst unter französische Herrschaft. Nach einem Aufstand der maltesischen Bevölkerung und einer britischen Blockade zogen die französischen Truppen 1800 ab. In der Folge stand die Inselgruppe unter britischem Schutz; 1814 wurde sie formell Teil des britischen Kolonialreichs. Wegen ihrer Lage zwischen Europa und Nordafrika diente Malta als Flotten- und Militärstützpunkt. Im Zweiten Weltkrieg war die Insel schweren Luftangriffen ausgesetzt. Das der Bevölkerung 1942 verliehene Georgskreuz wurde später in die maltesische Flagge aufgenommen.
Die politische Selbstverwaltung entwickelte sich in mehreren Schritten und wurde zeitweise wieder eingeschränkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Auseinandersetzungen über Maltas künftigen Status. Ein zeitweilig verfolgter Plan sah eine engere Eingliederung in das Vereinigte Königreich mit parlamentarischer Vertretung in London vor, wurde jedoch nicht verwirklicht. Danach setzte sich die von Premierminister George Borg Olivier geführte Regierung für staatliche Eigenständigkeit ein. Die neue Verfassungsordnung wurde 1964 in einer Volksabstimmung angenommen.
Malta blieb zunächst eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth. Das britische Staatsoberhaupt war zugleich Königin von Malta und wurde auf den Inseln durch einen Generalgouverneur vertreten. Erst 1974 wurde das Land zur Republik. Britische Streitkräfte blieben aufgrund vertraglicher Regelungen noch bis 1979 auf Malta. Diese späteren Schritte zeigen, dass die Lösung von der Kolonialherrschaft nicht mit einem einzigen politischen Akt abgeschlossen war.
Die dargestellte Figur gehört zum Unabhängigkeitsdenkmal in Floriana, das zum 25. Jahrestag der staatlichen Eigenständigkeit errichtet wurde. Die Münze war Teil einer fünfteiligen maltesischen Reihe zur Verfassungsgeschichte. Deren Motive behandelten chronologisch die ersten gewählten Volksvertreter von 1849, die Mehrheitsvertretung von 1887, die Selbstverwaltung von 1921, den Statuswechsel von 1964 und die Ausrufung der Republik 1974. Der Anlass wurde somit nicht isoliert gewählt, sondern als vierte Station einer Folge, die Maltas Weg von begrenzter politischer Mitwirkung zur republikanischen Staatsform nachzeichnet.
Die politische Selbstverwaltung entwickelte sich in mehreren Schritten und wurde zeitweise wieder eingeschränkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Auseinandersetzungen über Maltas künftigen Status. Ein zeitweilig verfolgter Plan sah eine engere Eingliederung in das Vereinigte Königreich mit parlamentarischer Vertretung in London vor, wurde jedoch nicht verwirklicht. Danach setzte sich die von Premierminister George Borg Olivier geführte Regierung für staatliche Eigenständigkeit ein. Die neue Verfassungsordnung wurde 1964 in einer Volksabstimmung angenommen.
Malta blieb zunächst eine konstitutionelle Monarchie im Commonwealth. Das britische Staatsoberhaupt war zugleich Königin von Malta und wurde auf den Inseln durch einen Generalgouverneur vertreten. Erst 1974 wurde das Land zur Republik. Britische Streitkräfte blieben aufgrund vertraglicher Regelungen noch bis 1979 auf Malta. Diese späteren Schritte zeigen, dass die Lösung von der Kolonialherrschaft nicht mit einem einzigen politischen Akt abgeschlossen war.
Die dargestellte Figur gehört zum Unabhängigkeitsdenkmal in Floriana, das zum 25. Jahrestag der staatlichen Eigenständigkeit errichtet wurde. Die Münze war Teil einer fünfteiligen maltesischen Reihe zur Verfassungsgeschichte. Deren Motive behandelten chronologisch die ersten gewählten Volksvertreter von 1849, die Mehrheitsvertretung von 1887, die Selbstverwaltung von 1921, den Statuswechsel von 1964 und die Ausrufung der Republik 1974. Der Anlass wurde somit nicht isoliert gewählt, sondern als vierte Station einer Folge, die Maltas Weg von begrenzter politischer Mitwirkung zur republikanischen Staatsform nachzeichnet.
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