
CC 15 2006
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Deutschland · Schleswig-Holstein, Holstentor
Auflage375.630
Ausgabepreis22,00 €
Ausgabedatum03.02.2006
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Marktpreis39,00 €
Auflagenangabe der Quelle: 75150 | 75120
Varianten
5Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Kursmünzensatz · Auflage 75.150
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · PP · Kursmünzensatz · Auflage 75.120
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · PP · Kursmünzensatz · Auflage 75.120
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · PP · Kursmünzensatz · Auflage 75.120
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · PP · Kursmünzensatz · Auflage 75.120
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist Schleswig-Holstein gewidmet. Das Motiv zeigt das Holstentor als Wahrzeichen der Stadt Lübeck; darunter steht „Schleswig-Holstein“. Zudem sind die Initialen des Graveurs „HH“, das Zeichen der Prägestätte, das Prägejahr, zwölf Sterne und die Aufschrift „Bundesrepublik Deutschland“ zu sehen.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine Abbildung des „Holstentores“ als Wahrzeichen der Stadt Lübeck. Die Aufschrift „Schleswig-Holstein“ erscheint unterhalb des Tores am unteren Rand des Münzinneren. Die Initialen des Graveurs „HH“ befinden sich rechts vom Münzbild. Links vom Münzbild erscheint das Zeichen der Prägestätte, d.h. der Buchstabe „A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“. Am oberen Außenring der Münze sind halbkreisförmig zwölf Sterne angebracht, in der Mitte unterbrochen durch das Prägejahr „2006“. Die Aufschrift „Bundesrepublik Deutschland“ bildet einen Halbkreis am unteren Außenring.
Hintergrund zum Thema
Die Ausgabe eröffnete 2006 die deutsche 2-Euro-Serie „Bundesländer“. In dieser Reihe sollte jedes der 16 Länder mit einem charakteristischen Bauwerk vertreten sein. Die Reihenfolge richtete sich grundsätzlich nach der turnusmäßig wechselnden Präsidentschaft im Bundesrat. Schleswig-Holstein führte den Bundesratsvorsitz in der betreffenden Periode und stand deshalb am Anfang der Serie. Damit erhielt die Münze neben dem regionalen Bezug auch einen föderalpolitischen Hintergrund: Der Bundesrat vertritt die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes sowie in Angelegenheiten der Europäischen Union.
Das Holstentor entstand im 15. Jahrhundert als Teil der Lübecker Stadtbefestigung. Es sicherte den westlichen Zugang zur Stadt auf dem Landweg in Richtung Holstein. Der spätgotische Backsteinbau besteht aus zwei Rundtürmen und einem dazwischenliegenden Torbau. Seine massiven Mauern und die zur Außenseite gerichteten Geschützöffnungen erfüllten eine Verteidigungsfunktion. Zugleich demonstrierte die aufwendig gestaltete Anlage den wirtschaftlichen und politischen Anspruch Lübecks.
Dieser Anspruch beruhte vor allem auf Lübecks Stellung im hansischen Handel. Die Stadt war ein zentraler Umschlagplatz zwischen Nord- und Ostsee und nahm innerhalb der Hanse eine führende Rolle ein. Über ihre Kaufleute und Handelsverbindungen gelangten unter anderem Salz, Getreide, Fisch, Holz, Tuch und andere Waren in verschiedene Regionen Europas. Die für Norddeutschland typische Backsteingotik prägte zahlreiche Kirchen, Rathäuser und Befestigungsbauten im Ostseeraum.
Im 19. Jahrhundert wurden große Teile der Lübecker Befestigungsanlagen beseitigt, weil sie militärisch überholt waren und der Stadtentwicklung im Weg standen. Auch der Erhalt des Tores war zeitweise umstritten. Lübeck verlor 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz seine staatliche Selbstständigkeit und wurde der preußischen Provinz Schleswig-Holstein zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand daraus das heutige Bundesland. Das Bauwerk verbindet somit die eigenständige hansische Vergangenheit Lübecks mit seiner späteren Zugehörigkeit zu Schleswig-Holstein.
Das Holstentor entstand im 15. Jahrhundert als Teil der Lübecker Stadtbefestigung. Es sicherte den westlichen Zugang zur Stadt auf dem Landweg in Richtung Holstein. Der spätgotische Backsteinbau besteht aus zwei Rundtürmen und einem dazwischenliegenden Torbau. Seine massiven Mauern und die zur Außenseite gerichteten Geschützöffnungen erfüllten eine Verteidigungsfunktion. Zugleich demonstrierte die aufwendig gestaltete Anlage den wirtschaftlichen und politischen Anspruch Lübecks.
Dieser Anspruch beruhte vor allem auf Lübecks Stellung im hansischen Handel. Die Stadt war ein zentraler Umschlagplatz zwischen Nord- und Ostsee und nahm innerhalb der Hanse eine führende Rolle ein. Über ihre Kaufleute und Handelsverbindungen gelangten unter anderem Salz, Getreide, Fisch, Holz, Tuch und andere Waren in verschiedene Regionen Europas. Die für Norddeutschland typische Backsteingotik prägte zahlreiche Kirchen, Rathäuser und Befestigungsbauten im Ostseeraum.
Im 19. Jahrhundert wurden große Teile der Lübecker Befestigungsanlagen beseitigt, weil sie militärisch überholt waren und der Stadtentwicklung im Weg standen. Auch der Erhalt des Tores war zeitweise umstritten. Lübeck verlor 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz seine staatliche Selbstständigkeit und wurde der preußischen Provinz Schleswig-Holstein zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand daraus das heutige Bundesland. Das Bauwerk verbindet somit die eigenständige hansische Vergangenheit Lübecks mit seiner späteren Zugehörigkeit zu Schleswig-Holstein.
