CC 146 2013
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU
Malta · Serie: Verfassungsgeschichte Maltas, 3. Ausgabe, 1921 Selbstverwaltung
Auflage35.000
Ausgabepreis30,00 €
Ausgabedatum24.06.2013
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis22,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an die Selbstverwaltung Maltas und die Verfassung von 1921. Das Motiv zeigt eine Karte der maltesischen Inseln und eine Darstellung der Bevölkerung; darunter steht die Jahreszahl „2013“, darüber halbkreisförmig die Aufschrift „MALTA — Self-government 1921“. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge abgebildet.
Das Motiv
Die Münze zeigt eine Karte der maltesischen Inseln und eine Darstellung der Bevölkerung. Unter dem Motiv ist das Jahr „2013“ angegeben. Oberhalb des Motivs sind halbkreisförmig die Worte „MALTA — Self-government 1921“ angeordnet.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Malta stand seit dem frühen 19. Jahrhundert unter britischer Herrschaft und wurde 1814 formell britische Kronkolonie. Zwar bestanden bereits zuvor beratende und teilweise gewählte Vertretungen, doch blieb die politische Entscheidungsgewalt weitgehend beim britischen Gouverneur und der Kolonialverwaltung. Forderungen nach stärkerer Mitbestimmung verbanden sich mit Konflikten über Steuern, Versorgung, Sprache und die Stellung der katholischen Kirche.
Nach dem Ersten Weltkrieg verschärften wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit und steigende Lebensmittelpreise die Spannungen. Am 7. Juni 1919 kam es in Valletta zu Protesten gegen die Kolonialverwaltung. Britische Soldaten schossen auf Demonstranten; vier Malteser kamen infolge der Unruhen ums Leben. Der als „Sette Giugno“ bekannte Vorgang verstärkte den politischen Druck, Malta eigene Regierungsorgane zuzugestehen.
Die neue Verfassungsordnung führte ein Zweikammerparlament mit einer gesetzgebenden Versammlung und einem Senat ein. Aus der parlamentarischen Mehrheit konnte eine maltesische Regierung gebildet werden, die für einen Teil der inneren Angelegenheiten zuständig war. Daneben blieben bestimmte Bereiche, insbesondere Verteidigung und Außenpolitik, der britischen Krone und dem Gouverneur vorbehalten. Wegen dieser Aufteilung wird das System häufig als Dyarchie, also als geteilte Herrschaft, bezeichnet. Es handelte sich noch nicht um staatliche Unabhängigkeit, sondern um eine begrenzte Selbstregierung innerhalb des Britischen Empire.
Die Verfassungsordnung erwies sich nicht als dauerhaft stabil. Auseinandersetzungen zwischen maltesischen Parteien, Kirche und Kolonialverwaltung führten zeitweise zur Aussetzung der Selbstverwaltung. Dennoch wurde damit erstmals eine parlamentarisch verantwortliche maltesische Regierung geschaffen.
Der Anlass war Teil einer maltesischen Münzserie zu Etappen der Verfassungsgeschichte. Diese behandelte auch die Einführung gewählter Vertreter, spätere parlamentarische Reformen, die Unabhängigkeit von 1964 und die Ausrufung der Republik 1974. Die Selbstregierung fügte sich als Zwischenschritt zwischen kolonialer Mitwirkung und staatlicher Eigenständigkeit in diese Folge ein.
Nach dem Ersten Weltkrieg verschärften wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit und steigende Lebensmittelpreise die Spannungen. Am 7. Juni 1919 kam es in Valletta zu Protesten gegen die Kolonialverwaltung. Britische Soldaten schossen auf Demonstranten; vier Malteser kamen infolge der Unruhen ums Leben. Der als „Sette Giugno“ bekannte Vorgang verstärkte den politischen Druck, Malta eigene Regierungsorgane zuzugestehen.
Die neue Verfassungsordnung führte ein Zweikammerparlament mit einer gesetzgebenden Versammlung und einem Senat ein. Aus der parlamentarischen Mehrheit konnte eine maltesische Regierung gebildet werden, die für einen Teil der inneren Angelegenheiten zuständig war. Daneben blieben bestimmte Bereiche, insbesondere Verteidigung und Außenpolitik, der britischen Krone und dem Gouverneur vorbehalten. Wegen dieser Aufteilung wird das System häufig als Dyarchie, also als geteilte Herrschaft, bezeichnet. Es handelte sich noch nicht um staatliche Unabhängigkeit, sondern um eine begrenzte Selbstregierung innerhalb des Britischen Empire.
Die Verfassungsordnung erwies sich nicht als dauerhaft stabil. Auseinandersetzungen zwischen maltesischen Parteien, Kirche und Kolonialverwaltung führten zeitweise zur Aussetzung der Selbstverwaltung. Dennoch wurde damit erstmals eine parlamentarisch verantwortliche maltesische Regierung geschaffen.
Der Anlass war Teil einer maltesischen Münzserie zu Etappen der Verfassungsgeschichte. Diese behandelte auch die Einführung gewählter Vertreter, spätere parlamentarische Reformen, die Unabhängigkeit von 1964 und die Ausrufung der Republik 1974. Die Selbstregierung fügte sich als Zwischenschritt zwischen kolonialer Mitwirkung und staatlicher Eigenständigkeit in diese Folge ein.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie die 2-€-Gedenkmünze und die Nachbildung einer byzantinischer Münze (Nennwert: 5,88 €).




