
CC 135 2013
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Stgl./BU
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Frankreich · Gemeinschaftsausgabe Deutschland / Frankreich 50. Jahrestag Élysée-Vertrag
Auflage6.789
Ausgabedatum21.01.2013
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis45,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags. Das Motiv zeigt stilisierte Porträts der damaligen Unterzeichner Konrad Adenauer und Charles de Gaulle mit ihren Unterschriften. Dazwischen stehen „50 ANS JAHRE“ und „2013“, ergänzt durch die Bezeichnungen „TRAITÉ DE L’ÉLYSÉE“ und „ÉLYSÉE-VERTRAG“.
Das Motiv
Die von Yves Sampo von der Monnaie de Paris, Stefanie Lindner von der Staatlichen Münze Berlin, Alina Hoyer (Berlin) und Sneschana Russewa-Hoyer (Berlin) entworfene Münze zeigt die stilisierten Porträts der Unterzeichner des Élysée-Vertrags (des damaligen Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer und des damaligen Präsidenten der Französischen Republik Charles de Gaulle) mit deren Unterschriften, dazwischen den Schriftzug „50 ANS JAHRE“ und die Jahreszahl „2013“ sowie den Schriftzug „TRAITÉ DE L’ÉLYSÉE“ am oberen und den Schriftzug „ÉLYSÉE-VERTRAG“ am unteren Rand des Münzinneren. Das Münzzeichen der Prägeanstalt sowie das Zeichen des Ausgabestaates („RF“) befinden sich am rechten, das Zeichen des Münzmeisters — eine Blume — am linken Rand des Münzinneren.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Élysée-Vertrag wurde am 22. Januar 1963 im Pariser Élysée-Palast geschlossen. Er entstand vor dem Hintergrund einer langen deutsch-französischen Rivalität und dreier Kriege seit 1870, zuletzt des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besetzung Frankreichs. Bereits in den 1950er-Jahren hatten beide Staaten in der europäischen Integration zusammengearbeitet. Der Vertrag sollte die Aussöhnung jedoch dauerhaft in den Regierungsalltag überführen.
Vorgesehen waren regelmäßige Treffen der Staats- und Regierungschefs sowie Konsultationen in der Außen-, Verteidigungs-, Bildungs- und Jugendpolitik. Regierungen und Behörden sollten ihre Positionen möglichst frühzeitig abstimmen. Eine konkrete Folge war die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks im Jahr 1963. Es fördert Begegnungen, Austauschprogramme und Sprachlernen und sollte besonders jüngere Generationen miteinander in Kontakt bringen.
Konrad Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seine Politik zielte auf die Einbindung Westdeutschlands in die westlichen Bündnisse und auf eine Annäherung an Frankreich. Charles de Gaulle hatte während des Zweiten Weltkriegs das „Freie Frankreich“ geführt. Später prägte er die Fünfte Republik und amtierte von 1959 bis 1969 als Staatspräsident. Er strebte eine eigenständigere europäische Politik an, in der die Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik eine zentrale Rolle spielen sollte.
Die Vorstellungen beider Seiten waren nicht völlig deckungsgleich. Der Deutsche Bundestag ergänzte das Zustimmungsgesetz um eine Präambel, die unter anderem die Bindung an die Vereinigten Staaten und die NATO sowie die europäische Einigung bekräftigte. Damit wurde de Gaulles Konzept einer stärker von den USA unabhängigen europäischen Politik begrenzt.
Der Jahrestag bot Anlass für eine gemeinsame deutsche und französische Münzausgabe mit gleichem Thema. Die Wahl verweist auf die institutionalisierte Partnerschaft beider Staaten, die seither durch regelmäßige Regierungskonsultationen, gemeinsame Einrichtungen und zahlreiche gesellschaftliche Austauschprogramme fortgeführt wird.
Vorgesehen waren regelmäßige Treffen der Staats- und Regierungschefs sowie Konsultationen in der Außen-, Verteidigungs-, Bildungs- und Jugendpolitik. Regierungen und Behörden sollten ihre Positionen möglichst frühzeitig abstimmen. Eine konkrete Folge war die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks im Jahr 1963. Es fördert Begegnungen, Austauschprogramme und Sprachlernen und sollte besonders jüngere Generationen miteinander in Kontakt bringen.
Konrad Adenauer war von 1949 bis 1963 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seine Politik zielte auf die Einbindung Westdeutschlands in die westlichen Bündnisse und auf eine Annäherung an Frankreich. Charles de Gaulle hatte während des Zweiten Weltkriegs das „Freie Frankreich“ geführt. Später prägte er die Fünfte Republik und amtierte von 1959 bis 1969 als Staatspräsident. Er strebte eine eigenständigere europäische Politik an, in der die Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik eine zentrale Rolle spielen sollte.
Die Vorstellungen beider Seiten waren nicht völlig deckungsgleich. Der Deutsche Bundestag ergänzte das Zustimmungsgesetz um eine Präambel, die unter anderem die Bindung an die Vereinigten Staaten und die NATO sowie die europäische Einigung bekräftigte. Damit wurde de Gaulles Konzept einer stärker von den USA unabhängigen europäischen Politik begrenzt.
Der Jahrestag bot Anlass für eine gemeinsame deutsche und französische Münzausgabe mit gleichem Thema. Die Wahl verweist auf die institutionalisierte Partnerschaft beider Staaten, die seither durch regelmäßige Regierungskonsultationen, gemeinsame Einrichtungen und zahlreiche gesellschaftliche Austauschprogramme fortgeführt wird.
