
CC 122 2012
Kursmünzensatz
Stgl./BU
KMS BU
Luxemburg · 100. Todestag von Wilhelm IV
Auflage7.500
Ausgabedatum31.01.2012
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)19,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze der Reihe „Großherzogliche Dynastie“ ist Großherzog Henri und Großherzog Guillaume IV. gewidmet; die Angabe „† 1912“ verweist auf das Todesjahr Guillaume IV. Beide sind im Halbprofil mit Blick nach rechts dargestellt, Henri vor Guillaume IV., während die Stadt Luxemburg den Hintergrund bildet. Über den Porträts stehen „GRANDS-DUCS DE LUXEMBOURG“ und die Jahreszahl „2012“, daneben die Namen „HENRI“ und „GUILLAUME IV“.
Das Motiv
Auf der linken Hälfte des Münzinneren sind seine Königliche Hoheit, der Großherzog Henri, sowie versetzt dahinter, Großherzog Wilhelm IV. — beide im Halbprofil mit Blick nach rechts — abgebildet. Der Text „GRANDS-DUCS DE LUXEMBOURG“ (Großherzöge von Luxemburg) sowie die Jahreszahl „2012“, eingerahmt vom Münzzeichen und den Initialen des Münzmeisters, sind im Münzinneren über den Portraits eingeprägt. Die Stadt Luxemburg bildet den Hintergrund. Die Namen „HENRI“ und „GUILLAUME IV“ sowie dessen Todesjahr „† 1912“ stehen neben den jeweiligen Portraits.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Guillaume IV., im Deutschen Wilhelm IV., wurde 1852 als Sohn des späteren Großherzogs Adolph geboren. Nachdem das luxemburgische Herrscherhaus 1890 von der niederländischen Linie des Hauses Oranien-Nassau an die Linie Nassau-Weilburg übergegangen war, folgte Guillaume seinem Vater 1905 auf den Thron. Seine Regierungszeit dauerte bis zu seinem Tod und fiel in eine Phase, in der sich Luxemburg durch den Ausbau der Eisen- und Stahlindustrie wirtschaftlich und gesellschaftlich veränderte.
Guillaume IV. war mit Maria Anna von Portugal aus dem Haus Braganza verheiratet. Das Paar hatte sechs Töchter, aber keinen Sohn. Dies stellte die Dynastie vor eine Nachfolgefrage, da die geltenden Hausregeln grundsätzlich eine männliche Erbfolge vorsahen. Eine 1907 getroffene Regelung erkannte die älteste Tochter Marie-Adélaïde als Thronerbin an. Damit wurde erstmals die Nachfolge einer Frau auf dem luxemburgischen Thron innerhalb der eigenen Dynastie vorbereitet. Wegen der schweren Erkrankung Guillaumes übernahm seine Frau ab 1908 die Regentschaft. Nach seinem Tod trat Marie-Adélaïde die Nachfolge an.
Die weitere Verbindung zu Henri verläuft über Guillaumes zweite Tochter Charlotte. Sie wurde 1919 Großherzogin, nachdem Marie-Adélaïde abgedankt hatte. Charlottes Sohn Jean regierte von 1964 bis 2000; auf ihn folgte dessen Sohn Henri. Guillaume IV. ist somit Henris Urgroßvater. Die gemeinsame Darstellung verweist daher nicht nur auf zwei Amtsinhaber, sondern auf die genealogische Kontinuität des luxemburgischen Großherzogshauses über die weibliche Erbfolge.
Der konkrete Ausgabeanlass war der hundertste Todestag Guillaumes IV. Die Münze ordnet dieses Jubiläum in eine Reihe ein, mit der Luxemburg Angehörige seiner großherzoglichen Dynastie und deren Beziehungen zum jeweils regierenden Staatsoberhaupt thematisiert. Zugleich erinnert der Anlass an die damalige Neuordnung der Thronfolge, die den Fortbestand der Dynastie ermöglichte.
Guillaume IV. war mit Maria Anna von Portugal aus dem Haus Braganza verheiratet. Das Paar hatte sechs Töchter, aber keinen Sohn. Dies stellte die Dynastie vor eine Nachfolgefrage, da die geltenden Hausregeln grundsätzlich eine männliche Erbfolge vorsahen. Eine 1907 getroffene Regelung erkannte die älteste Tochter Marie-Adélaïde als Thronerbin an. Damit wurde erstmals die Nachfolge einer Frau auf dem luxemburgischen Thron innerhalb der eigenen Dynastie vorbereitet. Wegen der schweren Erkrankung Guillaumes übernahm seine Frau ab 1908 die Regentschaft. Nach seinem Tod trat Marie-Adélaïde die Nachfolge an.
Die weitere Verbindung zu Henri verläuft über Guillaumes zweite Tochter Charlotte. Sie wurde 1919 Großherzogin, nachdem Marie-Adélaïde abgedankt hatte. Charlottes Sohn Jean regierte von 1964 bis 2000; auf ihn folgte dessen Sohn Henri. Guillaume IV. ist somit Henris Urgroßvater. Die gemeinsame Darstellung verweist daher nicht nur auf zwei Amtsinhaber, sondern auf die genealogische Kontinuität des luxemburgischen Großherzogshauses über die weibliche Erbfolge.
Der konkrete Ausgabeanlass war der hundertste Todestag Guillaumes IV. Die Münze ordnet dieses Jubiläum in eine Reihe ein, mit der Luxemburg Angehörige seiner großherzoglichen Dynastie und deren Beziehungen zum jeweils regierenden Staatsoberhaupt thematisiert. Zugleich erinnert der Anlass an die damalige Neuordnung der Thronfolge, die den Fortbestand der Dynastie ermöglichte.
Wissenswertes
DIEKIRCH
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro, die 2-€-Gedenkmünze „10 Jahre Euro-Bargeld“ (CC113) und die 2-€-Gedenkmünze „100. Todestag von Wilhelm IV" (CC114), Nennwert: 7,88 €.
