CC 119 2012
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Slowenien · 10 Jahre Euro-Bargeld
Auflage971.000
Ausgabedatum03.01.2012
RandschriftSLOVENIJA •
Marktpreis7,50 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gemeinschaftsausgabe erinnert an den zehnten Jahrestag der Einführung des Euro. Im Zentrum steht das Euro-Zeichen als Symbol für seine internationale Bedeutung; darum gruppieren sich Menschen, der EZB-Turm, Schiffe, Fabriken und Windräder als Sinnbilder für Finanzwelt, Handel, Industrie, Energie sowie Forschung und Entwicklung. Das Motiv wurde von Helmut Andexlinger entworfen und in einer öffentlichen Online-Abstimmung ausgewählt.
Das Motiv
Das Euro-Zeichen im Münzinneren verdeutlicht, dass der Euro zu einem europa- und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um das Euro-Zeichen herum angeordneten Gestaltungsmerkmale symbolisieren die Bedeutung des Euro für die Menschen, die Finanzwelt (EZB-Turm), den Handel (Schiffe), die Industrie (Fabriken), den Energiesektor und für Forschung und Entwicklung (Windräder). Die Initialen des Künstlers „AH“ stehen unter dem Bild des EZB-Turms. Die Namen der Ausgabestaaten in der Landessprache sind mittig über dem Motiv, die Jahresangaben 2002-2012 darunter eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Euro wurde nicht erst mit Münzen und Banknoten im Jahr 2002 geschaffen. Bereits am 1. Januar 1999 begann die dritte Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. In zunächst elf Staaten wurden die Wechselkurse unwiderruflich festgelegt, und der Euro diente fortan als Buchgeld, etwa für Überweisungen, Finanzmärkte und die öffentliche Rechnungslegung. Griechenland trat diesem Währungsraum 2001 bei.
Die rechtliche und politische Grundlage war vor allem der Vertrag von Maastricht. Er verband die Teilnahme an der gemeinsamen Währung mit Vorgaben für Preisstabilität, Staatsfinanzen, Wechselkurse und langfristige Zinsen. Mit der Währungsunion ging die Verantwortung für die Geldpolitik von den nationalen Zentralbanken auf das Europäische System der Zentralbanken über. Über die gemeinsame Geldpolitik entscheidet insbesondere der Rat der Europäischen Zentralbank.
Zum Jahresbeginn 2002 kamen Euro-Banknoten und -Münzen in Umlauf. Sie ersetzten innerhalb kurzer Übergangsfristen unter anderem die Deutsche Mark, den französischen Franc, die italienische Lira und die spanische Peseta. Die Umstellung war ein umfangreicher logistischer Vorgang: Bargeld musste produziert und verteilt, Automaten und Kassensysteme angepasst sowie Preise in beiden Währungen ausgewiesen werden. Die früheren Währungen blieben je nach Staat unterschiedlich lange parallel als Zahlungsmittel zugelassen.
Das Münzsystem verbindet einheitliche und nationale Elemente. Während die Wertseite nach gemeinsamen Vorgaben gestaltet ist, trägt die andere Seite ein Motiv des jeweiligen Ausgabestaats. Unabhängig davon gelten die Münzen im gesamten Währungsgebiet. Gemeinschaftsausgaben greifen dieses Prinzip auf, verwenden jedoch auf den nationalen Seiten aller teilnehmenden Länder dasselbe Thema.
Als die Ausgabe 2012 erschien, umfasste das Euro-Währungsgebiet 17 EU-Staaten; zuletzt war Estland 2011 beigetreten. Zugleich stand die Währungsunion infolge der Staatsschulden- und Bankenkrise unter erheblichem politischen Druck. Die gemeinsame Ausgabe erinnerte damit nicht nur an die Bargeldumstellung, sondern verwies auch auf die institutionelle und wirtschaftliche Verflechtung der Mitgliedstaaten durch eine gemeinsame Währung.
Die rechtliche und politische Grundlage war vor allem der Vertrag von Maastricht. Er verband die Teilnahme an der gemeinsamen Währung mit Vorgaben für Preisstabilität, Staatsfinanzen, Wechselkurse und langfristige Zinsen. Mit der Währungsunion ging die Verantwortung für die Geldpolitik von den nationalen Zentralbanken auf das Europäische System der Zentralbanken über. Über die gemeinsame Geldpolitik entscheidet insbesondere der Rat der Europäischen Zentralbank.
Zum Jahresbeginn 2002 kamen Euro-Banknoten und -Münzen in Umlauf. Sie ersetzten innerhalb kurzer Übergangsfristen unter anderem die Deutsche Mark, den französischen Franc, die italienische Lira und die spanische Peseta. Die Umstellung war ein umfangreicher logistischer Vorgang: Bargeld musste produziert und verteilt, Automaten und Kassensysteme angepasst sowie Preise in beiden Währungen ausgewiesen werden. Die früheren Währungen blieben je nach Staat unterschiedlich lange parallel als Zahlungsmittel zugelassen.
Das Münzsystem verbindet einheitliche und nationale Elemente. Während die Wertseite nach gemeinsamen Vorgaben gestaltet ist, trägt die andere Seite ein Motiv des jeweiligen Ausgabestaats. Unabhängig davon gelten die Münzen im gesamten Währungsgebiet. Gemeinschaftsausgaben greifen dieses Prinzip auf, verwenden jedoch auf den nationalen Seiten aller teilnehmenden Länder dasselbe Thema.
Als die Ausgabe 2012 erschien, umfasste das Euro-Währungsgebiet 17 EU-Staaten; zuletzt war Estland 2011 beigetreten. Zugleich stand die Währungsunion infolge der Staatsschulden- und Bankenkrise unter erheblichem politischen Druck. Die gemeinsame Ausgabe erinnerte damit nicht nur an die Bargeldumstellung, sondern verwies auch auf die institutionelle und wirtschaftliche Verflechtung der Mitgliedstaaten durch eine gemeinsame Währung.
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